Schwerin: Forderung nach mehr städtischer Ausbildung im sozialen Bereich

Die ersten zwei Auszubildenden starteten im August dieses Jahres das duale Studium „Soziale Arbeit“ direkt in der Verwaltung der Landeshauptstadt Schwerin.

Zumindest im Demmlersaal wird die Stadtvertretung Schwerin am Montag nicht tagen. Sie tritt erneut in der Berufsschule am Demmlerplatz zusammen. | Foto: AG Gymnasium Melle

Den Impuls, Nachwuchsfachkräfte im sozialen Bereich selbst auszubilden, gaben die Bündnisgrünen im Jahr 2018 und freuen sich um die hohe Zahl der Bewerberinnen und Bewerber. Die Personalsituation ist jedoch aktuell besonders im wichtigen Bereich des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) prekär. Daher wirbt die Stadtfraktion heute mit einem Antrag zur Stadtvertretung dafür, die Ausbildungszahl zu erhöhen.

„Die Personalsituation in den sozialen Fachdiensten ist äußerst angespannt und Fachkräfte sind derzeit schwer zu gewinnen. Darauf wies der Sozialdezernent in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses nochmals eindrücklich hin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit sehr hohen Fallzahlen, was wiederum zu Überlastungen und Ausfällen führt“, so die Fraktionsvorsitzende Regina Dorfmann. „Wir müssen diesen Teufelskreis durchbrechen“. Um dies zu erreichen, fordern die Bündnis-Grünen, die Ausbildungszahl in diesem Bereich in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen. Das Ziel müsse dabei sein, langfristig ausreichend Fachkräfte zu binden. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen die Chance haben, sich mit aller Sorgfalt um die hilfesuchenden Familien und Kinder zu kümmern“, so Dorfmann. 

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