Schwerin: Fünf Hebammen-Studentinnen bei Helios

In der vergangenen Woche begrüßte die Leitung der Helios Kliniken Schwerin die ersten fünf Hebammen-Studentinnen. Erstmals führt ein Studium in den Beruf.

An den Helios Kliniken in Schwerin wurden die fünf ersten Hebammen-Studentinnen von der Hausleitung begrüßt. | Foo: Helios Schwerin

Seit diesem Jahr führt nur noch der Weg über ein duales praxisintegrierendes Bachelor-Studium, möchte man den Beruf der Hebamme erlernen. In den Helios Kliniken Schwerin starteten dabei in der vergangenen Woche fünf Studentinnen ins Wintersemester. Gemeinsam mit Klinik-Geschäftsführer Daniel Dellmann und Pflegedirektor Robert Green begrüßte die Leitende Hebamme Heike Schnepel-Berends die Studentinnen am 1. Oktober in Schwerin. Dellmann betonte die Vorreiter-Stellung der Studentinnen für den Studiengang. Er und Green seien neugierig darauf, wie sich die Neuausrichtung auf den Stationsalltag auswirkt.

 

Klinikleitung begrüßt die neuen Studentinnen

Für die Leitende Hebamme Heike Schnepel-Berends bedeutet diese Neuregelung dabei viel Organisationsaufwand. „Drei der Studentinnen sind in Lübeck eingeschrieben, zwei in Rostock. Das bedeutet unterschiedliche Präsenzzeiten an der Universität, die wir mit den Praxiseinsätzen koordinieren müssen.“ Das Studium der Hebammenwissenschaften kombiniert wissenschaftliche und berufspraktische Ausbildungsangebote inhaltlich und strukturell miteinander. In sieben bzw. acht Semestern erfolgt dabei die Vorbereitung der Studierenden auf das hebammenkundliche Handeln in den Familien. Von der Familienplanung über Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes. „Als eine der größten Geburtskliniken der Region können wir einen umfangreichen Einblick in die Arbeit im Kreißsaal und auf unserer Wochenstation bieten“, so Schnepel-Berends.

 

Akademisierung als Vorteil der Anerkennung des Berufsstandes

Sara Marie Grimm ist eine von den fünf Studentinnen die bei den Helios Kliniken in Schwerin lernt. „Mir war lange nicht klar, was ich nach der Schule machen möchte. Dann gab es einen einschneidenden Moment für mich. Unser Lateinlehrer hat mir damals den hippokratischen Eid zum Übersetzen gegeben. Dabei hat es bei mir Klick gemacht. Nach einem Praktikum in der Pflege habe ich ebenfalls bei den Hebammen hospitiert. Ich habe sofort gewusst: das ist mein Traumberuf.“ Die Akademisierung der Ausbildung sieht sie als großen Vorteil für die Anerkennung des Berufsstandes. In dem Punkt stimmt ihre Kommilitonin Nina Stölcken ihr zu. Sie hat ebenfalls ein Praktikum im Haus gemacht und war beeindruckt, wie weit die Expertise der Hebammen neben der eigentlichen Geburt geht.

Nach vier bis sechs Wochen Theorie – je nach Studienort – folgt der erste Praxiseinsatz. Bis zum Bachelor-Abschluss werden den Studentinnen bei jeder begleiteten Geburt erfahrene Hebammen zur Seite stehen.

Redaktion

der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Tel: (0385) 480 739 77 | E-Mail: redaktion@schwerinlokal.de

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.