Schwerin: Gemischte Stimmung bei den Unternehmen
Mit einer Blitzumfrage hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin die Stimmung ihrer Mitgliedsunternehmen zu den Corona-Beschränkungen abgefragt. Dabei sprach sich eine Mehrheit für eine weiterhin weitestmögliche Öffnung von

Mit einer Blitzumfrage hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin die Stimmung ihrer Mitgliedsunternehmen zu den Corona-Beschränkungen abgefragt. Dabei sprach sich eine Mehrheit für eine weiterhin weitestmögliche Öffnung von Kitas und Schulen aus.
90 Prozent wollen offene Kitas und Schulen
Gerade in diesem Bereich sie das Stimmungsbild dabei eindeutig, so Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin. Etwa 90 Prozent der Unternehmen, die an der Befragung teilnahmen, sprachen sich dafür aus, Kitas und Schulen nicht pauschal zu schließen. „Sonst kämen auf die Unternehmen und ihre Arbeitnehmer wieder starke Belastungen zu. Es war im Frühjahr eine enorme Kraftanstrengung für alle Beteiligten. Daher sollte der Betrieb der Einrichtungen soweit wie möglich gewährleistet werden“.
Auch das Thema „Schließungen” zeigte eine recht deutliche Positionierung der Unternehmen. 74 Prozent ziehen eine Ausweitung der Maskenpflicht weiteren Schließungen vor. Und erwartungsgemäß zeigte sich auch die Stimmung bei denen, die derzeit wieder geschlossen sind. „Besonders in den von den Schließungen betroffenen Branchen ist das Unverständnis groß, weshalb trotz funktionierender Hygienekonzepte die Arbeit eingestellt werden muss“, erläutert Belke. „Die Unternehmen brauchen eine klare Perspektive ab dem 1. Dezember 2020. Nach unserem Dafürhalten muss es darum gehen, Hygienekonzepte zu optimieren und bundesweit durchzusetzen statt Wirtschaftsbereiche komplett zu schließen,“ so Belke weiter.
Mehrheit will eher regionale Maßnahmen
Letztlich sprechen sich zwei Drittel der Unternehmen dafür aus, erforderliche Maßnahmen eher regional als pauschal bundesweit umzusetzen. Wenig verwunderlich, denn bislang wiesen die Indikatoren im Bereich der IHK zu Schwerin auf ein vergleichsweise geringeres Infektionsgeschehen hin. In den letzten Tagen aber hatte sich das gerade in Schwerin selbst deutlich verändert. Hier gilt Warnstufe ROT. Damit würden jetzt auch hier entsprechend verschärfte Maßnahmen gelten. Letztlich sind sich aber die Unternehmen natürlich selbst sehr nahe – gleiches gilt für die IHK.„Es ist ein schwieriger Balanceakt: Das ist den Unternehmen und uns klar. Doch wir müssen an dieser Stelle ganz klar fordern, die Wirtschaft stärker bei solchen Entscheidungen einzubeziehen“, so Belke abschließend.



