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Schwerin: Gemischte Stimmung bei den Unternehmen

Mit ein­er Blitzum­frage hat die Indus­trie- und Han­del­skam­mer (IHK) zu Schw­erin die Stim­mung ihrer Mit­glied­sun­ternehmen zu den Coro­na-Beschränkun­gen abge­fragt. Dabei sprach sich eine Mehrheit für eine weit­er­hin weitest­mögliche Öff­nung von

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  • Veröffentlicht November 9, 2020
Das Lud­wig-Bölkow-Haus in Schw­erin | Foto: IHK zu Schw­erin | Schwerin-Lokal.de

Mit ein­er Blitzum­frage hat die Indus­trie- und Han­del­skam­mer (IHK) zu Schw­erin die Stim­mung ihrer Mit­glied­sun­ternehmen zu den Coro­na-Beschränkun­gen abge­fragt. Dabei sprach sich eine Mehrheit für eine weit­er­hin weitest­mögliche Öff­nung von Kitas und Schulen aus.

 

90 Prozent wollen offene Kitas und Schulen

Ger­ade in diesem Bere­ich sie das Stim­mungs­bild dabei ein­deutig, so Matthias Belke, Präsi­dent der IHK zu Schw­erin. Etwa 90 Prozent der Unternehmen, die an der Befra­gung teil­nah­men, sprachen sich dafür aus, Kitas und Schulen nicht pauschal zu schließen. „Son­st kämen auf die Unternehmen und ihre Arbeit­nehmer wieder starke Belas­tun­gen zu. Es war im Früh­jahr eine enorme Kraftanstren­gung für alle Beteiligten. Daher sollte der Betrieb der Ein­rich­tun­gen soweit wie möglich gewährleis­tet wer­den“.

Auch das The­ma „Schließun­gen” zeigte eine recht deut­liche Posi­tion­ierung der Unternehmen. 74 Prozent ziehen eine Ausweitung der Maskenpflicht weit­eren Schließun­gen vor. Und erwartungs­gemäß zeigte sich auch die Stim­mung bei denen, die derzeit wieder geschlossen sind. „Beson­ders in den von den Schließun­gen betrof­fe­nen Branchen ist das Unver­ständ­nis groß, weshalb trotz funk­tion­ieren­der Hygien­ekonzepte die Arbeit eingestellt wer­den muss“, erläutert Belke. „Die Unternehmen brauchen eine klare Per­spek­tive ab dem 1. Dezem­ber 2020. Nach unserem Dafürhal­ten muss es darum gehen, Hygien­ekonzepte zu opti­mieren und bun­desweit durchzuset­zen statt Wirtschafts­bere­iche kom­plett zu schließen,“ so Belke weit­er.

 

Mehrheit will eher regionale Maßnahmen

Let­ztlich sprechen sich zwei Drit­tel der Unternehmen dafür aus, erforder­liche Maß­nah­men eher region­al als pauschal bun­desweit umzuset­zen. Wenig ver­wun­der­lich, denn bis­lang wiesen die Indika­toren im Bere­ich der IHK zu Schw­erin auf ein ver­gle­ich­sweise gerin­geres Infek­tion­s­geschehen hin. In den let­zten Tagen aber hat­te sich das ger­ade in Schw­erin selb­st deut­lich verän­dert. Hier gilt Warn­stufe ROT. Damit wür­den jet­zt auch hier entsprechend ver­schärfte Maß­nah­men gel­ten. Let­ztlich sind sich aber die Unternehmen natür­lich selb­st sehr nahe – gle­ich­es gilt für die IHK.„Es ist ein schwieriger Bal­anceakt: Das ist den Unternehmen und uns klar. Doch wir müssen an dieser Stelle ganz klar fordern, die Wirtschaft stärk­er bei solchen Entschei­dun­gen einzubeziehen“, so Belke abschließend.