Schwerin: Goethe-Schüler werden EU-Abgeordnete

Neun Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums nehmen an einer Simulation zur EU-Politik in Berlin teil. Das Innenministerium unterstützt sie dabei.

Wenn es auch nicht direkt nach Straßburg geht, so schlüpfen neun Schüler aus Schwerin doch in die Rolle von EU-Abgeordneten. | Foto: Symbolbild

Sperrig klingt sie, die „Richtlinie zur Förderung des Europagedankens und der europäischen Integration“. Aber sie ist für das Innenministerium mit Sitz in Schwerin ein wichtiges Instrument der Förderungen von Projekten zur Europapolitik. Diese müssen dabei geeignet sein, den Europagedanken zu fördern. Und eine Auseinandersetzung mit der europäischen Integration ist erwünscht. All dies berücksichtigte das Goethe-Gymnasium Schwerin bei einem Projekt, das nun in den Genuss der Förderung kommt.


Förderung für Goethe-Gymnasium Schwerin

Rund 600 Euro erhält der Förderverein der bekannten Schule in der Landeshauptstadt für ein konkretes Europaprojekt. Neun Schülerinnen  und Schüler werden so Teilnehmer des „Modell Europaparlament“ in Berlin und schlüpfen dabei in die Rolle von EU-Abgeordneten. Schulgruppen aus allen 16 Bundesländern kommen dabei bereits im März zu einer Art Konferenz zusammen. Sie erleben praktisch hautnah das komplexe System nationaler und gesamteuropäischer Interessen und diskutieren aktuelle Themen der Europäischen Union. 

Neun Schüler aus Schwerin werden Europa-Abgeordnete

Jedes Bundesland vertritt mit seiner Abordnung dabei einen Mitgliedsstaat der EU. Die „Delegierten“ aus Mecklenburg-Vorpommern – darunter die neun aus dem Goethe-Gymnasium Schwerin – repräsentieren Frankreich. Mit Blick auf die aktuell durchaus prominente Position der Franzosen in Bezug auf die EU eine große Aufgabe. In acht gebildeten „Ausschüssen“ gilt es, fachspezifische Lösungsvorschläge zu entwickeln, zu diskutieren und für Mehrheiten zu werben. Dabei stehen Themen wie die europäische Energiewende und die Bekämpfung organisierter Kriminalität und Fluchtursachen in Afrika auf dem Programm. 

„Jugend muss Europa mitgestalten.“

„Europa muss von der heutigen Jugend mitgestaltet werden, deshalb ist es wichtig, den europäischen Gedanken unter der Jugend zu verbreiten“, so der Minister für Inneres und Europa M-V Lorenz Caffier in Schwerin. „Solche Projekte stehen für Solidarität, gegen Radikalisierung und gegen Nationalismus.“

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