Schwerin hat zwei neue Radwege

Zwei neue Radwege sind in den vergangenen Wochen in und um Schwerin entstanden. "Natur pur" lautet dabei auf großen Abschnitten die Devise.

OB Dr. Rico Badenschier (vorn) testete mit SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek (4.v.l.) den Weg, | Foto: maxpress

Zwei weitere touristische Radwegeverbindungen wurden kürzlich in Schwerin freigegeben. Mit dem Weg am südwestlichen Ufer des Faulen Sees und dem Radweg am Störkanal haben sowohl Gäste Schwerins als auch Einheimische daabei nun die Möglichkeit, von der Stadt naturnah ins nähere Umland bis nach Plate zu radeln. Dabei können sie die Ruhe und Schönheit der Natur auf besondere Weise genießen. Denn die Wege führen straßenunabhängig von der City in die Schweriner Landschaft.

 

Radeln und Natur genießen

Im Süden der Stadt bietet sich der heute freigegebene und neu gestaltete Radweg für Ausflüge in die Lewitz von Mueß bis nach Plate an. An Stelle des bislang schmalen, unbefestigten Pfades an der Wasserstraße entstand ein sicherer und bequemer Radweg. Der Teil des Weges am Schweriner See ist asphaltiert, 2,50 Meter breit und erlaubt während der Fahrt wunderbare Blicke auf das Gewässer und in die Natur. Unter der Straßenbrücke der B321 führt der Radweg anschließend am Störkanal bis zur Grenze der Gemeinde Plate. Dieser 1.800 Meter lange Abschnitt ist gepflastert, da er gleichzeitig Betriebsweg für die Störwasserstraße ist.

 

Oberbürgermeister sichtlich zufrieden

Die Gesamtstrecke für den Wegebau betrugt 2,4 Kilometer. „Ich freue mich über die Fertigstellung dieser beiden landschaftlich reizvollen Wege, durch die sowohl der Alltagsradverkehr als auch die touristische Nutzung attraktiver wird“, sagte Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier, der zu den ersten Nutzern des Weges gehörte, anläßlich der Verkehrsfreigabe und ergänzt: „Zur guten Nachbarschaft mit unseren Umlandgemeinden gehören gute Wegebeziehungen – auch im Radverkehr. Der Ausbau des naturnahen Rad- und Wanderwegs entlang der Störwasserstraße ist eine wunderbare Ergänzung zum Radweg an der Plater Straße. Der Ausbau dieser Wege macht das Radfahren als klimafreundliche Alternative zum Auto auch für Pendlerinnen und Pendler attraktiver.“ Dafür wurden ebenfalls Fördermittel für „Investitionen in den Bau von Radwegen in kommunaler Baulast“ als Teil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung beantragt. Die Kosten für den Radweg am Faulen See betrugen 680.000 Euro, der Bau des Weges von Mueß nach Plate kostete etwa 1.350.000 Euro.

 

Beide Wege Teile größerer Radfernwege

Die Arbeiten an beiden Radwegen sind Bestandteil der Verbindungen zwischen den Radfernwegen Hamburg-Rügen und dem Residenzstädteradrundweg. Dieser ist 285 Kilometer lang und führt auf den Spuren der Herzöge zu den einstigen Residenzen und anderen Sehenswürdigkeiten. Die Radfahrbegeisterten in Schwerin können sich am südwestlichen Ufer des Faulen Sees nun über einen asphaltierten Weg von insgesamt 1.170 Meter Länge und 2,50 Meter Breite freuen. Sicherer ist die Strecke in der Dunkelheit durch eine neue insektenfreundliche LED-Beleuchtung geworden. Das Projekt wurde zu 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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