Schwerin: Hilfe für Einzelhandel und Gewerbe gefordert

Die Grünen in der Stadtvertretung Schwerin fordern Tempo bei der finanziellen Sicherung der einheimischen Wirtschaft und zusätzliche Maßnahmen.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind auch in Schwerin die meisten Läden derzeit geschlossen. | Foto: Symbolbild

Mit jedem Tag geschlossener Geschäfte, Restaurants, Kneipen, Reisebüros, Friseursalons etc. wächst der finanzielle Druck auf die Unternehmer. Vielen steht das Wasser bereits bis zum Hals. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Schwerin erklärte vergangene Woche sogar, es sei bereits Fünf nach Zwölf. Nachdem die CDU/FDP-Fraktion am Wochenende auch einen kommunalen Rettungsschirm forderte, melden sich nun auch die GRÜNEN der Schweriner Stadtvertretung zu Wort. Auch sie fordern Unterstützung für die regionale Wirtschaft.


„Nach der Corona-Welle darf keine Insolvenzwelle folgen.“

Martin Neuhaus (Grüne), Stadtvertreter und Mitglied im Wirtschaftsausschuss | Foto: grsn.de / Schwerin

Besorgt zeigt sich dabei der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion B90/Die Grünen, Martin Neuhaus. Er blickt mit Sorge auf die Einzelhändler und Gewerbetreibenden in der Landeshauptstadt, die aufgrund der Corona-Krise ihre Geschäfte schließen mussten. Der Tourismusbranche bricht zudem, aufgrund des zum Erliegen gekommenen Reiseverkehrs, der Umsatz weg. Auch für die Kunstschaffenden und Freiberufler der Stadt sind harte Zeiten angebrochen. „Die Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus müssen selbstverständlich sein. Genau so sicher müssen aber auch die Hilfsmaßnahmen für Einzelhändler und Gewerbetreibende sein. Nach der Corona-Welle darf keine Insolvenzwelle folgen.“ sagt Martin Neuhaus.

Nachdem Bund und Land bereits Hilfen zugesagt haben, geht es den Bündnisgrünen darum, dass die Liqiditätshilfen unbürokratisch und schnell bei den Betroffenen ankommen. „Gerade kleine Geschäfte und Kleinstunternehmen, die unserer Stadt ein so vielfältiges Gesicht geben, können einen vielleicht zwei Monate ohne Umsatz überstehen. Aber dann geht es an die Existenz. Daher ist es wichtig, dass sich der Oberbürgermeister in enger Zusammenarbeit mit der Landesregierung für schnelle und unbürokratische Überbrückungshilfen einsetzt. Neben den angekündigten Darlehen sollte unbedingt über weitere Rettungsmaßnahmen in Form von Zuschüssen und Steuererleichterungen entschieden werden. Schließlich wollen wir nach der Corona-Krise weiter in einem vielseitigen und belebten Schwerin leben“, so Neuhaus abschließend. 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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