Schwerin hilft Krisenregionen und konkret Wuppertal

Es sind entsetzliche, erschreckende und an sich so unvorstellbare Bilder, die uns seit einigen Tagen aus den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands erreichen. Über 150 Tote, mehrere hundert Vermisste, eine Zerstörung von unvorstellbarem Ausmaß - Die Region benötigt nun auch unsere Hilfe. Der Blick Schwerins richtet sich dabei speziell auch auf die Partnerstadt Wuppertal. Die Stadtspitze hat bereits Hilfe angeboten, die SPD-Fraktion ruft zu Spenden auf und DIE TAFEL sammelt heute von 10 bis 15 Uhr Lebensmittel auf dem Markt, die nach Wuppertal rollen sollen.

Fluten mit lebensgefährlichen Strömungen flossen durch Straßen und über Plätze und rissen alles mit, was ihnen in den Weg kam. Teilweise kamen meterhohe Wasserwände auf Menschen und Häuser zu. | Foto: Hans Braxmeier

Bestürzung, entsetzen, Erstarren – es ist schwer die passenden Worte zu finden, mit denen wohl die meisten Menschen auch in Schwerin in diesen Tagen die Bilder und Berichte aus den Hochwasser-Krisengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfahlen aber seit gestern – zum Glück in abgeschwächter Form – auch in Bayern und teilen Sachsens verfolgen. Metertiefe Krater mitten in Städten, zerstörte Straßenzüge, Autos, die noch gestern in metertiefem Wasser lagen – und inzwischen über 150 Tote. Über zahlreiche Städte und Gemeinden ist eine unvorstellbare Welle der Zerstörung hinweggefegt. Es bleiben Bilder, die man nie in Deutschland erwartet hätte – vor allem aber bleiben Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und ungläubiges Erstarren bei den Menschen vor Ort. 

 

Stadtspitze bietet Partnerstadt Wuppertal Hilfe an

Noch ist es nicht die Zeit, um eine Bilanz über das Ausmaß der Zerstörung zu ziehen. Im Gegenteil. Denn noch gelten hunderte Menschen als vermisst, es beginnt erst das Aufräumen, und noch ist auch nicht überall das Wasser verschwunden. Die Katastrophen- und Krisenregionen stehen im nächsten Schritt vor der gewaltigen Aufgabe, auf die Zerstörung den Wiederaufbau folgen zu lassen. Einen Wiederaufbau, der allein nicht geschultert werden kann. Dies ist und wird eine gesamtdeutsche Aufgabe, die das Land solidarisch schultern kann, muss und wird. Aber nicht erst mit dem Start des Wiederaufbaus ist Hilfe gefragt. Vielmehr gilt es schon in diesen Tagen zu helfen. Auf jede erdenkbare Art und Weise. Hilfe, die Schwerin in diesen Tagen auch der Partnerstadt Wuppertal angeboten hat. 

„Ich habe heute im Einvernehmen mit dem Stadtpräsidenten Kontakt zur Wuppertaler Stadtspitze aufgenommen und unsere Hilfe angeboten“, sagte Bernd Nottebaum, 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters in Schwerin. „Die Lage ist noch sehr unübersichtlich, zumal große Teile der Stadt zusätzlich zu den Überflutungen von Stromausfällen betroffen sind“, so ist ihm aus dem Büro des Wuppertaler OB berichtet worden. „Unsere Anteilnahme gilt allen, die durch die Naturgewalten Angehörige oder ihr Hab und Gut verloren haben“, bekräftigte Schwerins Stadtpräsident Sebastian Ehlers.

 

SPD-Stadtfraktion Schwerin ruft zu Spenden für Wuppertal auf

Auch die SPD-Stadtfraktion Schwerin hat in den vergangenen Tagen die Entwicklung der Situation im Krisengebiet verfolgt. Mit Bestürzung nahm man die stetig neuen Horrormeldungen aus Orten wie Arweiler oder Erftstadt zur Kenntnis. Ein besonderes Augenmerk galt dabei natürlich der Partnerstadt Wuppertal. Auch hier hatten die Wassermassen für Überschwemmungen und manch Zerstörung gesorgt. Und doch konnten die Aufräumarbeiten dort schon ein wenig früher als andernorts starten. Dennoch wird es noch ein wenig dauern, bis eine genaue Aussage über das Ausmaß der Schäden möglich sein kann.

Mit Blick auf die schon jetzt absehbaren Schäden ist aber klar, dass nur ein deutschlandweit gemeinsamer Kraftakt helfen kann, möglichst vieles von dem, was beschädigt oder gar vernichtet wurde, wieder aufzubauen. Auch braucht es jetzt zeitnah erste direkte Hilfen, um den Menschen über die ersten Tage und Wochen hinweg zu helfen. In unserer Partnerstadt sind viele Menschen plötzlich und unverschuldet in große Not geraten. Die Anteilnahme und das Bedürfnis zu helfen ist groß. Ich begrüße ausdrücklich das Hilfsangebot aus der Stadtverwaltung“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende, Mandy Pfeifer. Gleichzeitig könnten und sollten die Schwerinerinnen und Schweriner aus ihrer Sicht aber auch selbst aktiv werden. „Eine gute Möglichkeit dazu wäre beispielsweise eine Spende an die Gemeinschaftsstiftung für Wuppertal. Die Stiftung unterstützt mit den Spendenbeträgen die Betroffenen des Wuppertaler Hochwassers.“

Spenden an die Gemeinschaftsstiftung sind unter der Kontoverbindung

Kontoinhaber: Gemeinschaftsstiftung für Wuppertal | IBAN: DE43 3305 0000 0000 1157 09 | BIC: WUPSDE33XXX

oder auf der Website https://www.gut-fuer-wuppertal.de/projects/97583 möglich.

 

DIE TAFEL Schwerin sammelt heute auf dem Markt Lebensmittel für Bedürftige in Wuppertal

Zur konkreten Hilfe für Wuppertal ruft auch DIE TAFEL Schwerin, die sonst Lebensmittel an bedürftige in der Landeshauptstadt austeilt, in diesen Tagen auf. Schon gestern standen Mitarbeiter und Helfer der bekannten Institution auf dem Schweriner Marktplatz bereit, um Lebensmittelspenden in empfang zu nehmen. Am heutigen Montag und auch am morgigen Dienstag wiederholen sie diese Aktion von 10 bis 15 Uhr nochmals am gleichen Ort. Benötigt werden dabei vor allem Lebensmittel in Konserven, Obst und Gemüse in Gläsern oder Dosen und auch haltbare Getränke. Übermorgen, am Mittwoch also, sollen dann zwei Transporter nebst Mitarbeitern der TAFEL in Richtung Wuppertal rollen, um dort die Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen. 

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