Bauen im Denkmal:
Schwerin investiert in neue Sozialwohnungen für die Paulsstadt
Innenminister Pegel übergibt zehn Millionen Euro Förderung für 44 neue Sozialwohnungen in der Paulsstadt. Neubau entsteht bis 2027 nahe dem sanierten Speicherensemble.

Mit der Übergabe eines Förderbescheids über zehn Millionen Euro hat Innenminister Christian Pegel die Finanzierung für den Bau von 44 Sozialwohnungen in der Schweriner Paulsstadt gesichert. Das Landesförderinstitut stellt dafür ein zinsloses Darlehen bereit. Die neuen Wohnungen entstehen bis 2027 an der Ecke Severinstraße/Franz-Mehring-Straße in einem Neubau, der sich architektonisch an das historische Speicherensemble anlehnt.
Der Neubau schließt direkt an den rund zehn Millionen Euro teuren, denkmalgerechten Umbau des angrenzenden Speichers an. In diesem sind bereits 45 Wohnungen entstanden, darunter eine Pflege-Wohngruppe mit 20 Plätzen sowie zwei Gewerbeeinheiten. Die Vermietung hat begonnen, die Fertigstellung ist für Ende des Jahres vorgesehen.
Sowohl Sanierung als auch Neubau werden von der MUHSAL Immobilien + Projektentwicklung aus Rostock umgesetzt. Pegel lobte das Unternehmen als verlässlichen Partner im sozialen Wohnungsbau und würdigte die Wiederbelebung des lange leerstehenden Speichers.
Auch Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier zeigte sich erfreut über die Entwicklung. Die Sanierung wurde von Stadt, Land und Bund mit einer Million Euro aus Städtebaufördermitteln unterstützt. Er verweist auf die „großen Herausforderungen“ insbesondere im Denkmal- und Brandschutz.
Parallel werden im Umfeld weitere städtebauliche Maßnahmen umgesetzt. Nach Abschluss der Arbeiten in der Severinstraße werden aktuell Abschnitte der Franz-Mehring-Straße saniert. Anschließend soll das Areal rund um die Paulskirche erneuert und begrünt werden.



