Schwerin ist dabei beim Aktionstag gegen Todesstrafe

Der 30. November ist auch in diesem Jahr der internationale Aktionstag gegen die Todesstrafe. Erneut beteiligt sich auch Schwerin an dieser Initiative.

Schwerins etzt auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen gegen die Todesstrafe | Foto: Landeshauptstadt Schwerin

Auch in diesem Jahr findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio der internationale Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. 2006 hatte die Stadtvertretung Schwerin beschlossen, dass sich die Landeshauptstadt dieser Aktion anschließt.

Schwerin setzt ein Zeichen gegen die Todesstrafe

Daher sind am kommenden Samstag das Historische Rathaus auf dem Marktplatz und auch das E-Werk am Pfaffenteich grün beleuchtet. Von 17 Uhr bis Mitternacht setzt Schwerin so ein sichtbares Zeichen gegen die Todesstrafe. Aber auch jeder einzelne kann diese Aktion unterstützen. Bis zum 6. Dezember 2019 ist dies mit einer Unterschrift im Foyer des Stadthauses möglich.

Landeshauptstadt in guter Gesellschaft

Dieser internationale Tag ist die wohl weltweit größte gemeinsame Aktion, mit der Städte und ihre Bürger für Menschlichkeit und die Achtung der Menschenrechte eintreten. Allein in Deutschland beteiligten sich in den letzten 17 Jahren nahezu 300 Städte. Mit dabei auch die bekannten Großstädte wie Leipzig, Hamburg, Berlin, Hannover, Köln, Bremen oder Stuttgart. Und die Zahl der Unterstützer wächst weiter. So beteiligen sich in diesem Jahr u.a. erstmals auch Frankfurt und Dortmund.

Im November 2018 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum wiederholten Mal eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe verabschiedet. 123 Länder stimmten dieses Mal dafür – so viele wie nie zuvor.

 

Hintergrund

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Bewegung mit über 70.000 Mitgliedern in ca. 70 Ländern. Seit 1998 engagiert sie sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der „World Coalition against the Death Penalty“ aktiv gegen die Todesstrafe.

Zu diesem Zweck riefen die Mitglieder 2002 die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben. Die Entscheidung fiel dabei nicht grundlos auf den 30. November. Denn an diesem Tag erklärte das Großherzogtum Toskana im Jahr 1786 als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft. Mitglieder von Sant’Egidio pflegen weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten. Viele davon unterstützen sie im persönlichen Einsatz. In ihrer Arbeit tritt Sant’Egidio dabei weltweit für eine Humanisierung der Haftbedingungen in Gefängnissen, insbesondere in Afrika, ein.

Redaktion

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