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Trauriger Spitzenreiter:
Schwerin ist Hauptstadt der Arbeitslosen

Schwerin führt mit 10.2% Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern. Ein starker Anstieg von Bürgergeld-Empfängern, vor allem mit ausländischer Herkunft, treibt die Quote hoch.

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  • Veröffentlicht August 2, 2024
Agentur für Arbeit in Schwerin.
Agen­tur für Arbeit in Schw­erin. Foto: AI erstellt von SNO

 

Monatlich erhebt die Bun­de­sagen­tur für Arbeit die Arbeit­slosen­zahlen im gesamten Bun­des­ge­bi­et. Schw­erin sichert sich lan­desweit die Goldmedaille in Sachen Arbeit­slosigkeit. Mit 2.5 Prozent­punk­ten Vor­sprung hängt Schw­erin den Durch­schnittswert in Meck­len­burg-Vor­pom­mern ab, der bei 7.7 Prozent Arbeit­slosigkeit liegt.

 

Schwerin Spitzenreiter bei Arbeitslosigkeit

Mit ein­er Arbeit­slosen­quote von 10.2 Prozent liegt Schw­erin deut­lich über dem Durch­schnitt in Mecklenburg-Vorpommern.Die Lan­deshaupt­stadt  hat damit die höch­ste Arbeit­slosen­quote im Bun­des­land. Die Lan­deshaupt­stadt verze­ich­net 146 oder 0.3 Prozent­punk­te mehr Unbeschäftigte als noch im Juni. Somit steigt die Zahl der Arbeit­slosen auf 5.093 an.

 

Im Ver­gle­ich zum Vor­jahres­monat ist die Zahl der Arbeit­slosen um 394 angestiegen. Laut Arbeit­sagen­tur ist der Anstieg auf einen Zuwachs im Bürg­ergeld zurück­zuführen. “Ein Großteil dieses Zuwach­ses sind Men­schen mit aus­ländis­ch­er Herkun­ft.”, teilt Geschäfts­führerin der Arbeit­sagen­tur Schw­erin Manuela Sten­zel auf Anfrage der Redak­tion mit.

 

Arbeitslosenstatistik Schwerin.
Arbeit­slosen­sta­tis­tik Schw­erin. Quelle: Arbeit­sagen­tur Schw­erin

 

Anteil ausländischer Arbeitsloser hoch

Der Anteil aus­ländis­ch­er Arbeit­slose in Schw­erin liegt mit 30.1 Prozent (1.535) ver­gle­ich­sweise höher als in anderen Städten der Region. In Greves­mühlen beträgt der Anteil beispiel­sweise 9.7 Prozent. Auch Hagenow (17 Prozent) und Wis­mar (20.2 Prozent) liegen unter dem Wert der Lan­deshaupt­stadt.

 

Jugendarbeitslosigkeit ein kurzweiliges Phänomen

Im Ver­gle­ich zum Vor­monat Juni stieg die Jugen­dar­beit­slosigkeit in Nord­deutsch­land mit 7.9 Prozent deut­lich an. Geschäfts­führerin Manuela Sten­zel führt an, dass ein Anstieg der Jugen­dar­beit­slosigkeit in den Som­mer­monat­en ein “jährlich­es Prob­lem” ist. Viele junge Men­schen melden sich nach Abschluss der Beruf­saus­bil­dung oder der Schule vorüberge­hend arbeit­s­los. “Dies würde im Herb­st nicht mehr so sein, es han­dele sich um ein typ­is­ches Über­gangsphänomen”, sagte der Chef der Arbeit­sagen­tur Nord gegenüber dem “NDR”.

 

Arbeitslosigkeit höher als offene Stellen

Aktuell sind in Schw­erin 1.467 sozialver­sicherungspflichtige Stellen unbe­set­zt. Ein beson­der­er Bedarf an Arbeit­skräften beste­ht in Fer­ti­gung­stech­nis­chen Berufen (232) und Gesund­heits­berufen (211). Aber auch in Bau‑, Dien­stleis­tungs- und Logis­tik­berufen sind gut 430 Stellen unbe­set­zt. Demge­genüber ste­hen 5.093 Arbeit­slose in Schw­erin.

Sozialver­sicherungspflichtige Stellen gesamt 1.467
TOP 5 nach Branchen:  
Fer­ti­gung­stech­nis­che Berufe 232
Gesund­heits­berufe 211
Bau- Aus­bauberufe 175
Dien­stleis­tungs­berufe 151
Verkehr/Logistik 104

Quelle: Arbeit­sagen­tur Schw­erin