Schwerin: Jetzt für „Dialogforum Paulshöhe“ bewerben

Entstehen in bester Wohnlage von Schwerin, auf dem Sportplatz Paulshöhe, demnächst Sozialwohnungen? Oder doch Stadtvillen? Oder etwas ganz anderes?

Der Sportplatz Paulshöhe in Schwerin soll ein Wohnstandort werden. | Foto: Christian Berghammer

Seit vielen Jahren hält sich das Thema der Zukunft des Sportparks Paulshöhe am Faulen See in Schwerin in den Schlagzeilen. Wiederholt beriet dabei auch die Stadtvertretung der Landeshauptstadt, wie es auf der Fläche weitergehen soll. Eine Grundsatzentscheidung ist dabei unumstößlich: Da in Lankow der zentrale Sportpark der Stadt entsteht und der FC Dynamo dort schon bald eine neue Heimstätte findet, ist eine rein sportliche Nutzung des Areals bald Geschichte.

Einzig sicher scheint zu sein, dass ein Wohnstandort entsteht

Wie es aber konkret weitergeht auf dem Areal, das ist noch nicht ganz klar. Hier kamen aus den Fraktionen der Stadtvertretung gerade auch im Kommunalwahlkampf verschiedene Ideen. Während sich die einen für eine locker bebaute Wohnnutzung aussprechen, fordern andere Sozialwohnungsbau auf dem vermeintlichen Filetgrundstück. Auch ein Teilerhalt bestehender historischer Flächen ist im Gespräch. Zudem gibt es Stimmen, die alle Entscheidungen nochmals zurückdrehen und den status quo erhalten wollen. Letzteres aber scheint nicht mehr als Option im rennen zu sein.

Dialogforum soll Ideen entwickeln – Sind erste Fakten schon geschaffen?

Was konkret aber entstehen soll und kann, das ist noch offen. Nur, dass es ein Wohnstandort werden soll, ist bei der Verwaltung fix. Und wie es heißt, hat die Waldorfschule bereits direkt angrenzende – auf den ersten Blick zum Areal gehörende – Grundstücke erworben. Inwiefern hier im Vorfeld schon Fakten geschaffen werden sollten, lässt sich schwer sagen. Eventuell könnte dies ebenfalls im Dialogforum zur Sprache kommen. Die Entwicklung der städtebaulichen Planungsziele aber soll dabei erstmals in einem moderierten Dialogforum entstehen. Gemeinsam mit Akteuren der Stadtgesellschaft gilt es, Ideen zu entwickeln. Danach übernimmt die Kommunalpolitik und die Stadtvertretung stimmt ab.

„Wir möchten, dass die Schwerinerinnen und Schweriner mitbestimmen, in welcher Form die Nutzung der Paulshöhe als Wohnstandort umgesetzt werden soll. Da ist vieles denkbar – von der Stadtvilla bis zum sozialen Wohnungsbau.“
(Dr. Rico Badenschier, Oberbürgermeister Schwerin)

Jetzt für Teilnahme bewerben

Zusammensetzen soll sich die Planungswerkstatt des Dialogforums aus insgesamt 12 Teilnehmern wichtiger gesellschaftlicher Gruppen. Vertreten sind dabei die Interessen der Sportvereine und der Schulen im Stadtteil sowie der Wohnungswirtschaft der Stadt (drei Personen) und die Belange der Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Schlossgartenviertel (drei Personen). Sechs weitere Personen, so die Stadtverwaltung, sollen die Interessen der Gesamtstadt vertreten. Hier können sich interessierte Schwerinerinnen und Schweriner anderer Stadtteile bewerben. Ab Mittwoch dieser Woche, 12.08.2020, kann sich jeder unter www.schwerin.de/paulshoehe für die Teilnahme registrieren. Am Ende entscheidet das Los. Beginn des Forums, dass dann 14-tägig an sechs Abenden tagen soll, ist Mitte September.

 

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