Schwerin: Kind fürchtet sich vor der eigenen Mutter

Eine verängstigte 9-jährige wurde in Schwerin nachts von Passanten zur Polizei gebracht. Sie wollte nicht zu ihrer stark alkoholisierten Mutter zurück.

Wieder Blaulicht in Schwerin | Symbolbild

Zu eher ungewöhnlicher Zeit – kurz nach Mitternacht am Morgen des vergangenen Samstag – kam es zu einem Einsatz der Bundespolizei am Hauptbahnhof Schwerin. Hintergrund war eine junge Frau, die sich in der Bahnhofshalle auffällig verhielt. Zudem hatte sie ein scheinbar verängstigtes Kind bei sich.

Verängstigte 9-jährige wollte nicht mehr zur Mutter

Aufgrund ihres Verhaltens waren zwei männliche Personen auf die Frau aufmerksam geworden. Die erkennbar stark angetrunkene Frau war dabei offensichtlich nicht mehr in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern. Einer der Männer kümmerte sich daher um das Mädchen und brachte die 9-jährige direkt zum Revier der Bundespolizei Schwerin. Dort sagte die Kleine, dass sie vorerst nicht zu ihrer Mutter zurück möchte.

32-jährige stark alkoholisiert und orientierungslos

Entsprechend der Vorgaben kontaktierten die beamten daraufhin das Jugendamt. Das Mädchen konnte danach erst einmal in einer Jugendeinrichtung unterkommen. Nur wenig später erschien dann auch die stark schwankende Mutter auf der Dienststelle. Die Beamten nahmen die Personendaten auf und stellten im Anschluss einen Atemalkoholwert von 2,45 Promille fest. Da die Frau nicht nur stark alkoholisiert sondern auch offensichtlich orientierungslos war, erfolgte die Anordnung von Schutzgewahrsam. Zudem alarmierte die Bundespolizei Schwerin auch den Rettungsdienst, um eine Alkoholvergiftung ausschließen zu können.

Am nächsten Morgen konnte die Frau nach erfolgter Ausnüchterung aus dem Gewahrsam entlassen werden. Sie wurde zu ihrer Tochter begleitet.

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