Schwerin: Landesbischöfin sendet Grußworte zum Beginn des Ramadan

Am heutigen 13. April starten die Menschen muslemischen Glaubens weltweit in den Fastenmonat Ramandan. Aus diesem Anlass wendet sich die Landesbischöfin der Nordkirche mit Grußworten an die Moslems im Land.

Nichts essen und nichts trinken, bis die Sonne untergegangen ist – und das 30 Tage lang. Heuten beginnt der diesjährige Ramadan auch für die Moslems in Schwerin. | Foto: Shameer Pk

Heute beginnt für die Menschen muslemischen Glaubens der Fastenmonat Ramadan. Aus diesem Anlass sendet Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt Grüße der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) an die leitenden Persönlichkeiten in den muslimischen Gemeinschaften und an alle muslimischen Gläubigen, deren Anzahl in den vergangenen Jahren gestiegen ist, und die somit einen Teil unserer offenen Gesellschaft ausmachen. Auch sie sind, darauf weist die Landesbischöfin hin, in ihrem religiösen Leben wie in ihrem persönlichen Alltag seit über einem Jahr von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen.

 

Viele geliebte Menschen an Covid-19 verloren

„Dieses Jahr bedrückt uns zusätzlich die schmerzliche Erfahrung, dass wir viele nahe und geliebte Menschen mit und durch Covid-19 verloren haben. Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass wir diese Zeit als Besinnung auf Gott als Grund und Quelle unseres Lebens erleben können“, schreibt Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, die zugleich Vorsitzende der Kirchenleitung ist, in ihrem Brief. Sie wünscht, dass die Gläubigen Kraft, Liebe und Barmherzigkeit erfahren mögen. „Und dass Trauer, Schmerz und Tränen durch menschliches Mitgefühl und mit Gottes Beistand gestillt werden können“.

Die Landesbischöfin würdigt zugleich das Engagement muslimischer Gemeinden, gerade im Ramadan Hilfebedürftige zu unterstützen. „,Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!‘ Auch dieser Satz der Bibel erinnert daran, dass Menschen nicht für sich alleine leben. Sondern dass sie ihr Handeln und Tun in den Dienst derer stellen sollen, denen die Stimme versagt und deren Kraft schwindet. Es ist besonders jetzt in der Pandemie an uns, denen nahe zu sein, die Trost und Beistand brauchen. […] Ich hoffe darauf, dass sich alle Religionsgemeinschaften dieser weltumspannenden Herausforderung stellen. Dass sie dabei ihren Mund für die Stummen auftun und sich für das Recht aller Schwachen einsetzen. Mögen wir so die Pandemie gemeinsam überstehen“.

 

Hintergrund

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Jahres und traditionell eine Fastenzeit. Das Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gilt als eine der religiösen Pflichten für Muslime. Es ist Brauch, nach Sonnenuntergang das Fastenbrechen mit Gottesdiensten und gemeinsamen Mahlzeiten zu feiern. Von den derzeit geltenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind, wie alle Religionsgemeinschaften, auch die muslimischen Gemeinden betroffen.

Redaktion

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