Schwerin: Lernzentrum erweitert Engagement im Mueßer Holz

Im Sommer eröffnete das Lernzentrum Schwerin einen zweiten Standort im CAT im Mueßer Holz. Inhaber Ralf Kuchmetzki wollte mit dem Angebot zu den Menschen gehen. Das Interesse gab ihm Recht. Schon wenige Monate später folgte jetzt der Umzug in einen langfristig angelegten Standort in der Keplerstraße 23.

Der zweite Standort des Lernzentrum Schwerin von Ralf Kuchmetzki und seinem Team ist nun in der Keplerstraße 23 zu finden. | Foto: schwerin-lokal

Inzwischen liegt der Besuch unserer Redaktion im Lernzentrum Schwerin etwa fünf Monate zurück. Damals hatte Inhaber Ralf Kuchmetzki gemeinsam mit seinem engagierten Team gerade den neuen Hauptsitz in der August-Bebel-Straße gerade fast vollständig eingerichtet. Und ein neues Engagement stand bevor: Im „Campus am Turm“ (CAT) im Mueßer Holz sollte der Mietvertrag für einen zweiten Standort in der Landeshauptstadt entstehen.

 

Lernzentrum Schwerin sieht soziale und gesellschaftliche Verantwortung

Ein wesentlicher Hintergrund dieser Entscheidung lag und liegt nicht zuletzt auch in der sozialen Verantwortung, die Kuchmetzki als Unternehmer sieht – und lebt. Eine Verantwortung, die letztlich gar nicht zwingend mit seinem Unternehmen in Verbindung stehen muss. Durchaus aber steht letztlich immer irgendwie der Aspekt, Menschen Bildung zu ermöglichen, im Hintergrund des Engagements. „Natürlich müssen wir Geld verdienen. Aber ich habe auch eine gesellschaftliche Verpflichtung“, so Kuchmetzki im Gespräch mit unserer Redaktion im vergangenen Sommer. Auch in diesem Jahr wird er daher wieder das eine oder andere Projekt in Schwerin aber eventuell auch andernorts unterstützen.

 

Verantwortung bedeutet auch, zu den Menschen zu gehen

Soziales und gesellschaftliches Engagement bedeutet aus Sicht von Ralf Kuchmetzki aber eben auch, dorthin zu gehen, wo die Menschen sind, die zusätzliche Bildungsangebote ansonsten nur schwierig erreichen können. Dabei zählt durchaus auch die Frage des Transports zwischen Wohnort und Lernstätte. Aber vielmehr noch sind es oftmals auch ganz andere Barrieren. Man kennt das Angebot nicht, oder aber es scheint eben aufgrund einer zu groß wirkenden, geografischen Entfernung irgendwie zu fern. Eine Situation, die gerade für zahlreiche Menschen aus den Stadtteilen Mueßer Holz, Neu Zippendorf oder auch Großer Dreesch gilt, und die nicht nur Bildungsangebote betrifft. Auch Kunst und Kultur und manch andere das Leben prägende oder zumindest bereichernde Angebote erscheinen für die dort lebenden Menschen gelegentlich zu weit weg. Daher traf die Stadt Schwerin die Entscheidung, mit dem „Campus am Turm“ (CAT) eine neue Anlaufstelle zu schaffen in der, und um die herum sonst „nur“ eher im Innenstadtbereich anzutreffende Angebote Platz finden sollten.

 

Lernzentrum Schwerin eröffnete im Sommer 2. Standort im „Campus am Turm“ – Startlösung für den Bereich

Der „Campus am Turm“ in Schwerin

Diesen Ansatz fand auch Ralf Kuchmetzki den richtigen, und entschied sich, mit einem zweiten Standort des Lernzentrums Schwerin ebenfalls im „Campus am Turm“ vertreten zu sein. Am 12. August unterschrieb er den Mietvertrag, und schon damals versprach er: „Es gilt nun, das Angebot hier vor Ort bekannter zu machen. Klappt es, wollen wir natürlich schrittweise die Möglichkeiten ausbauen.“ Schon damals deutete er an, dass das Engagement im CAT „nur“ für den Start ins Auge gefasst sei. Sollte sich die Nachfrage entsprechend positiv entwickeln, wäre vermutlich ein dann längerfristig anderer Standort erforderlich. Nun ging alles unerwartet positiv schnell. Denn das Angebot des Lernzentrums Schwerin traf auf großes Interesse. Schneller, als Kuchmetzki es wohl selbst dachte, kommt es daher nun zur Standortverlagerung verbunden mit einem Ausbau des Angebots. „Wir werden nun in die Räume des Internationalen Bund e.V. (IB) in der Keplerstraße 23 wechseln. Die räumliche Nähe zum Mehrgenerationenhaus sowie den Kinder- und Jugendangeboten des IB bieten eine optimale Synergie zu unserer Lernförderung. Darüber hinaus sind die Räumlichkeiten vor allem auch für jüngere Schülerinnen und Schüler noch besser geeignet.

 

Lernförderung nun in der Keplerstraße 23 – Interesse machte schon jetzt Umzug erforderlich

Alles da für eine optimale Lernförderung im Lernzentrum Schwerin. | Foto: schwerin-lokal

Am neuen Standort in der Keplerstraße 23 verdoppelt das Lernzentrum Schwerin nun auch sein Angebot. Von nun an steht das Team dienstags und donnerstags von 13 bis 18 Uhr mit verschiedenen Angeboten zur Verfügung. Natürlich ist, wie auch bisher, vorab eine Anmeldung erforderlich. Alle entsprechenden Informationen finden sich auf der Website des Lernzentrum Schwerin. Dort sind auch Telefonnummern und Mailadresse zu finden, um alle Fragen rund um das Angebot beantwortet zu bekommen. Sobald es wieder möglich ist, können auch die sonst beliebten Gruppenangebote wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Derzeit allerdings ist vorerst nur Einzelunterricht möglich. Auch im Lernzentrum Schwerin wird dabei der Schutz der Gesundheit von Eltern, Kindern und dem gesamten Team groß geschrieben. Daher gilt: Mund-Nase-Schutz in allen Räumen.

 

Engagierte Menschen zur Teamerweiterung willkommen

Auch weiterhin freut sich das Lernzentrum Schwerin auf und über neue Kolleginnen und Kollegen, die das Team verstärken. Um auch weitere Kurse anbieten zu können, sind aktuelle speziell Grundschul-, Mathe-, Deutsch- oder auch Englischlehrkräfte herzlich Willkommen.

 

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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