Schwerin: Lieferservice in Corona-Zeiten

Initiator Christoph Gagzow ist glücklich, denn mit Unterstützung zahlreicher Partner kann ein Lieferservice für wichtige tägliche Produkte angeboten werden.

Immer mehr Menschen können in diesen Tagen faktisch nicht mehr vor die Tür. Sie brauchen unsere Unterstützung. | Foto: Symbolbild

Die Corona-Pandemie schreitet in Deutschland und somit auch in Mecklenburg-Vorpommern und Schwerin weiter voran. Mit 219 Infizierten (Stand lt. NDR am 24.03., 20:50 Uhr) liegt die Zahl der Erkankten in unser Bundesland zwar noch vergleichsweise gering. Dennoch steigt sie täglich spürbar an. Damit steigt auch die Zahl derer, die nicht mehr so einfach an Lebensmittel und Medikamente kommen. Die einen sind in Quarantäne, andere sind Teil der Risikogruppen. 


Vielerorts läuft bereits Nachbarschaftshilfe

In vielen Wohnhäusern unserer Stadt organisieren die Mieter bereits untereinander Hilfe. Zuletzt hatte die Stadtverwaltung Schwerin dafür sogar ein Formular bereitgestellt, das man im Hausflur aushängen kann. Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier hatte in diesem Zusammenhang nochmals zu gegenseitiger Solidarität und Nachbarschaftshilfe aufgerufen.

 

Andraes Ruhl, Dezernent in Schwerin | Foto: SIS/Christoph Müller

Nun auch Lieferservice für Produkte des täglichen Bedarfs

Kommunale Unternehmen, ein Handelsunternehmen und die Caritas machen nun zusätzlich das Angebot eines Lieferservice in Schwerin möglich. „Im Zentrum der Organisation steht das Jugendhaus in Schwerin-Lankow“, so Projektinitiator Christoph Gagzow. „Dank umfangreicher Hilfsangebote vieler Unterstützer und besonders der Stadt Schwerin sind wir in der Lage, das Angebot unverzüglich auszuweiten, sollte sich das als notwendig erweisen“. Sozialdezernent Andreas Ruhl: „Uns beeindruckt besonders, dass wir bei der Schweriner Wohnungsgesellschaft, der WGS und LGE Mecklenburg-Vorpommern sofort Unterstützer gefunden haben.“

So läuft das Verfahren

Aus einer Liste lebensnotwendiger Produkte des täglichen Bedarfs können Schwerinerinnen und Schweriner dabei bestellen. Diese Liste steht auf der Homepage der Stadt unter www.schwerin.de/coronavirus zum Download bereit. In Zusammenarbeit mit einem Handelspartner erfolgt ein Verpacken der jeweils bestellten Produkte in Kisten. Die Einhaltung der geltenden Abstandsregeln wird dabei zugesichert. Das Geld muss dann durch die Käufer passen und kontaktlos in Kunststoffbeuteln bereitgestellt werden. 

 

Redaktion

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