Schwerin: „Man müsste mal…“ – Podcast Folge 18

"Man müsste mal..." sein Geld irgendwie anlegen. Aber sinnvoll, und nicht anonym, ohne zu wissen, was damit letztlich finanziert wird. Das dachte sich Heiner Möhring aus Schwerin, und engagierte sich im Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V. Im Podcast "Man müsste mal..." spricht er über dieses Engagement.

Im Podcast „Man müsste mal…“ aus Schwerin erzählt Heiner Müller über sein Engagement bei Oikocredit.

„Man  müsste mal…“, ein Gedanke, den wir wohl alle kennen. Und viele wissen auch, wie schnell es am Ende auch dabei bleibt. Dass es aber nicht immer so sein muss, zeigen Andreas Lußky und Claus Oellerking in ihrem Podcast aus, über und für Schwerin. In bisher 17 Folgen sprachen sie mit verschiedenen Menschen darüber, was aus diesem ersten Ideen-Ansatz wurde.  „Man  müsste mal…“, dachte sich auch Heiner Möhring. Und so engagiert sich der Schweriner im Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V.

 

Geld anlegen – aber mit Verantwortung

„Was passiert mit meinen Ersparnissen? Was machen die Banken damit?“, fragte sich Heiner Möhring schon vor vielen Jahre. „Ich möchte nicht, dass mit meinem Geld zum Beispiel „Rüstung“ finanziert wird. Ich möchte es nachhaltig und ökologisch anlegen.“ Von der Möglichkeit einer sinnvollen, unterstützenden und nachhaltigen Geldanlage, hatte Heiner Möhring schon gleich nach der Wende zu seiner Zeit als Präses der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs gehört. Als er dann später etwas Geld übrig hatte, wollte er etwas Gutes damit machen. Daher legte er es in Genossenschaftsanteilen der Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit an.

 

Heiner Möhring legte nicht nur Geld an, sondern engagiert sich auch persönlich

Aber dabei beließ er es nicht. Denn Heiner Möhring wollte auch selbst etwas tun. Und er ließ es eben nicht bei dem Gedanken „Man müsste mal…“, sondern handelte. Seit inzwischen 11 Jahren engagiert sich der Mann aus Schwerin im Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V. Seit ein paar Jahren ist er dort auch Mitglied im Vorstand. Die Intention von Oikocredit war für ihn dabei entscheidend. Mit Hilfe von Microkrediten können Menschen im globalen Süden, die bei normalen Banken niemals ein Darlehen erhalten würden oder bei privaten Geldverleihern exorbitante Zinsen zahlen müssten, wirtschaftlich etwas aufbauen. „Die Kreditnehmer werden dabei von unseren Partnerorganisationen begleitet, geschult und beraten. Das ist mindestens ebenso wichtig, wie der Microkredit selbst. Ich habe mir auf einer Reise nach Ecuador angesehen, wie vor Ort gearbeitet wird. Das war wirklich beeindruckend und überzeugend.“, sagt Möhring.

Schwerpunkte der Unterstützung sind Bereiche der Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Fairer Handel. Für klassische Geldanleger wurde Oikocredit während der letzten Finanzkrise interessant, weil es relativ zuverlässig eine Dividende auf die Anteile gab. Dennoch, wer nur sein Geld vermehren will, ist bei Oikocredit nicht unbedingt an der richtigen Stelle. Hier geht es um eine soziale, nachhaltige Geldanlage, um die Unterstützung von Menschen. „Auch aus meinem Geld wird hier „gutes Geld“. Davon bin ich überzeugt. Mit einer Anlage von 200 € kann es losgehen. Ich muss also nicht einmal reich sein, um bei Oikocredit dabei zu sein und für etwas mehr Gerechtigkeit in der Welt einen Beitrag zu leisten.“, so Möhring.

Über seine Bewegründe für sein Engagement, seine Erfahrungen und die Arbeit des Impact Investors Oikocredit spricht Heiner Möhring mit Andreas Lußky und Claus Oellerking Podcast aus, über und für Schwerin.

 

Carl Otte

Carl Otte ist freier Mitarbeiter der Digitalzeitung Schwerin-Lokal.de

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