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Schwerin: Mittel Für Task Force bewilligt

Eine Zusatzvere­in­barung zum Lan­deshaupt­stadtver­trag ermöglicht der Stadt Schw­erin die Ein­set­zung ein­er „Task Force Jugend und Soziales”. Mit den Unter­schriften von Sozialmin­is­terin Ste­fanie Drese und Ober­bürg­er­meis­ter Dr. Rico Baden­schi­er am ver­gan­genen

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  • Veröffentlicht Oktober 30, 2019
Ein Ver­trag zugun­sten der Stadt Schw­erin ist unter­schrieben. | Foto: Sym­bol­bild

Eine Zusatzvere­in­barung zum Lan­deshaupt­stadtver­trag ermöglicht der Stadt Schw­erin die Ein­set­zung ein­er „Task Force Jugend und Soziales”. Mit den Unter­schriften von Sozialmin­is­terin Ste­fanie Drese und Ober­bürg­er­meis­ter Dr. Rico Baden­schi­er am ver­gan­genen Mon­tag ste­hen 450.000 Euro zur Ver­fü­gung.

450.000 Euro für Prozessoptimierungen

Bis zum 31. Dezem­ber 2021 kann die Lan­deshaupt­stadt nun über diese zusät­zlichen Mit­tel ver­fü­gen. Sie kom­men vom Sozialmin­is­teri­um, das die Summe im Ein­vernehmen mit dem Innen- und dem Finanzmin­is­teri­um zweck­ge­bun­den zur Ver­fü­gung stellt. Die damit finanzierte Task Force hat das Ziel, Prozesse in den Bere­ichen Jugend und Soziales der Stadt Schw­erin zu analysieren und zu opti­mieren. Dabei gilt es, Kon­so­li­dierungs- also Einspar­poten­ziale zu iden­ti­fizieren und in der Folge zu real­isieren.

Leistungen zielgerichtet zu den Bedürftigen bringen

Dr. Rico Baden­schi­er | Foto: SIS/Christoph Müller

„Sozialaus­gaben machen einen erhe­blichen Anteil des kom­mu­nalen Haushalts aus. Wir möcht­en, dass die Leis­tun­gen ziel­gerichtet bei den Bedürfti­gen ankom­men und dafür müssen wir die Prozesse des Ver­wal­tung­shan­delns hin­ter­fra­gen. Dabei unter­stützen uns die Mit­tel des Lan­deshaupt­stadtver­trags“ erläutert Ober­bürg­er­meis­ter Baden­schi­er die Zielset­zung. Sozialmin­is­terin Drese verbindet mit der nun möglichen Arbeit der Task Force „dass die Stadtver­wal­tung nach Abschluss des Vorhabens noch ziel­gerichteter ihre Ker­nauf­gaben in den Bere­ichen Kinder, Jugend, Fam­i­lie und Soziales zum Wohle der Bürg­erin­nen und Bürg­er in der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin erfüllen kann.”

Entwicklung von Handlungsvorschlägen

Im Rah­men der Arbeit der Task Force gilt es in Schritt 1, aktuelle Arbeit­sprozesse sowie Umfang und Wahrnehmung der zugewiese­nen Auf­gaben in den Bere­ichen zu analysieren. Auch sind eventuelle Bear­beitungsrück­stände aufzunehmen. Zudem erfol­gt eine Bestand­sauf­nahme der Per­son­alauswahl und ‑qual­i­fika­tion sowie eine Eval­u­a­tion der Per­son­albe­mes­sung sowie weit­er­er wichtiger The­matiken. Schritt 2 bew­ertet die gesam­melten Analy­seergeb­nisse und macht Hand­lungsvorschläge zur Opti­mierung. In der Folge wird es dann gel­ten, eben diese Hand­lungsvorschläge auch umzuset­zen.

Linksfraktion Schwerin reagiert

Stadtvertreter Peter Brill (Die Partei.DieLinke)

Inzwis­chen kom­men auch aus der Kom­mu­nalpoli­tik erste Reak­tio­nen auf das Papi­er. So heißt es aus der Frak­tion „Die Partei.Die Linke”, man freue sich, „dass die Zusatzvere­in­barung zum Lan­deshaupt­stadtver­trag nach fast ein­jähriger Ver­hand­lungs­dauer nun endlich unterze­ich­net wurde.“ Frak­tion­s­mit­glied Peter Brill sieht aber die anvisierte Kostensenkung im bere­ich Jugend und Soziales als „eine eher langfristige Auf­gabe”. Er fordert, die Mit­tel nicht nur für Analy­seauf­gaben mit dem Ziel ein­er schnellen Kostenre­duzierung einzuset­zen. Vielmehr soll­ten sie auch der Betra­ch­tung der konkreten sozialen Lage der Men­schen in der Stadt dienen und hier wirk­sam pos­i­tiv zum Ein­satz kom­men. „Daher darf die Stadt nicht nur als Feuer­wehr aktiv sein. Vielmehr müssen wir mit diesen Mit­teln auch Pro­jek­te und Unter­suchun­gen anschieben, die den Prozess der sozialen Spal­tung zumin­d­est aufhal­ten und im Ide­al­fall sog­ar umkehren”, so Brill.