Schwerin-Mueß: Darstellergemeinschaft zieht ins Freilichtmuseum

Der Schmied, die Handwerker und die beteiligten Dorfbewohner haben ihr Werk getan und sind stolz darauf.

Fotos: Freilichtmuseum Schwerin-Mueß

Die Reppiner Burg am Südufer des Schweriner Sees ist endlich fertig. Mit ihrem Aussichtsturm ist sie jetzt ein attraktives touristisches Ausflugsziel, von dem sich die Dorfbewohner zukünftig ein kleines zusätzliches Einkommen erhoffen. Das muss gefeiert werden. In den Häusern des Dorfes herrscht deshalb helle Aufregung. Alle Dorfbewohner bereiten die große Feierlichkeit vor. Und so binden sie Kränze und Girlanden, kochen und backen Leckereien und geben eine große Kaffeetafel für die Gäste aus nah und fern.

 

Das ist Mueß im Jahre 1907. Historiendarsteller aus ganz Deutschland ziehen am 21. und 22. Juli wieder für ein Sommerwochenende lang in die historischen Bauernhäuser des Freilichtmuseums in Schwerin-Mueß. Besucher können jeweils von 10 bis 18 Uhr hautnah und mit allen Sinnen den Alltag der Dorfbewohner von vor über hundert Jahren miterleben.
Sie schlafen, leben und wirtschaften in den Gebäuden und beleben das ehemalige Domanialdorf, das mit seinen Streuobstwiesen und Gärten bis heute im Freilichtmuseum erhalten blieb. Jeder Darsteller übernimmt eine Rolle im Dorf, kleidet sich in originalen Gewändern und benutzt die Alltagsgegenstände und -geräte aus der Kaiserzeit.

 

Die Darstellergemeinschaft möchte interessierten Besuchern möglichst detailgetreue und realistische Perspektiven auf die Vergangenheit mit mehr Bezug zum damaligen Alltag der Landbevölkerung vermitteln. Sie wollen mit den Besuchern ins Gespräch kommen, Fragen beantworten und alle am damaligen Leben teilhaben lassen.

 

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