Schwerin: Museum sucht Unterstützung bei Entdeckung eines Künstlers

Das bislang nicht ausreichend bekannte Schaffen des norddeutschen Künstlers Alfred Heinsohn steht im zentrum eienr Kooperation des Kunstmuseums Schwaan mit der Landesinstitution "Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV" mit Sitz in Schwerin. Die Partner bitten Besitzer von Werken Heinsohns um Unterstützung.

Das Staatliche Museum am Alten Garten in Schwerin ist Teil der den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen MV

 

Vom 14. August bis zum 28. November 2021 soll im Kunstmuseum Schwaan eine Ausstellung mit Werken von Alfred Heinsohn stattfinden. Das dortige Museum plant diese Präsentation unter dem Titel „Alfred Heinsohn – Maler der Moderne“ in enger Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen MV mit Sitz in Schwerin als ein Teil eines überregionalen Ausstellungs- und Forschungsprojekt zum Schaffen des Künstlers. 

 

Heinsohn lebte 1902 bis 1910 in Schwaan

Heinsohn wurde zwar 1875 in Hamburg geboren und verstarb dort 1927 auch. Dennoch aber verbindet ihn so einiges mit Mecklenburg-Vorpommern und vor allem mit dem Ort Schwaan. So lernte er im Rahmen seines Studiums in Weimar unter anderem den aus Schaan stammenden Franz Bunke kennen. Dieser gründete 1880 in seinem Heimatort eine bis heute bekannte Künstlerkolonie. Die gemeinsame Bekanntschaft führte daher dazu, dass sich auch Heinsohn 1902 am Stadtrand von Schwaan ein Haus baute, das er bis 1910 bewohnte. Im Anschluss an diese Zeit reiste Heinsohn durch die Schweiz und Frankreich, bis er im I. Weltkrieg einberufen wurde. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg, zog der Künstler nach Hamburg zurück. Dort nahm er sich, verarmt, 1927 das Leben.

 

Umfassende Dokumentation des Schaffens geplant

Im Rahmen der Kooperation des Kunstmuseums Schwaan und den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen MV ist eine Vorstellung des bislang noch eher unzureichend bekannten Werks des Künstlers in einem Katalog vorgesehen. „Alfred Heinsohns Gemälde und Aquarelle spiegeln seinen Weg zur Moderne wider und sind von einem unverwechselbaren Stil geprägt“, heißt es aus der Landesinstitution mit Sitz in Schwerin.

 

Inhaber von Werken Heinsohns werden gebeten, sich zu melden

Um einen möglichst umfassenden Ein- und Überblick über das Schaffen Heinsohns möglich zu machen, möchten die Partner vor allem auch der Öffentlichkeit bislang unbekannte Werke abbilden, dokumentieren und so präsentieren. Denn zahlreiche Arbeiten befinden sich heute in Privatbesitz. Daher bitten die Kooperationspartner um Unterstützung durch Besitzer entsprechender Kunstwerke. Diese werden daher gebeten, sich per eMail oder telefonisch (03844- 891792) an das Kunstmuseum Schwaan zu wenden. Von dort erhalten sie dann einen Termin, um eine Erfassung der Werke im Werkkatalog zu ermöglichen. Dabei ist auch die Anfertigung eines professionellen Fotos für die Publikation vorgesehen. Zudem prüft eine erfahrene Restauratorin den Zustand jedes Gemäldes. Zudem sind natürlich auch Archivmaterialien und Geschichten rund um den Erwerb der Werke herzlich willkommen. 

 

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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