Schwerin: Notaufnahme wegen Randale geräumt

Am gestrigen Mittwoch um 2.45 Uhr randalierten drei Personen in der Notaufnahme der Helios Kliniken Schwerin. Der Bereich wurde geschlossen und abgeriegelt.

Am gestrigen Mittwoch kam es in den frühen Morgenstunden zu derartigen Randalen dreier Personen, dass aus Sicherheitsgründen Patienten und Personal in Sicherheit gebracht wurden.

Drei Personen pöbelten sofort in der Notaufnahme herum

Es war etwa 2:45 Uhr , als drei betrunkene Personen georgischer Herkunft den Bereich der Anmeldung der Notaufnahme in den Helios Kliniken Schwerin betraten. Dort fielen sie von beginn an durch Pöbeleien gegenüber dem Sicherheitsdienst aber auch gegenüber Pflegekräften und Ärzten auf. Schnell entwickelten sich diese zu einer handfesten verbalen Auseinandersetzung mit der Security. In der Folge eskalierte die Situation im äußeren Wartebereich. Ein Wachmann erlitt dabei Verletzungen im Gesicht.

Notaufnahme abgeriegelt und Betrieb kurzfristig eingestellt

Die drei äußerst aggressiven Personen verschafften sich daraufhin gewaltsam Zutritt zur Notaufnahme. Sie nutzten sonst nur durch medizinisches Personal zu öffnende Türen. Als direkte Reaktion erfolgte eine komplette Abriegelung der Zentralen Notaufnahme sowie eine komplette Einstellung des Betriebes. Nur so war ein nachhaltiger Schutz von Pflegern, Ärzten und Patienten möglich. Zudem war inzwischen auch die Polizei Schwerin informiert, die sofort Einsatzkräfte entsandte.

Konsequent kompromissloses Einschreiten der Polizei

Die Beamten handelten bei Eintreffen sofort und kompromisslos. So gelang es schnell, die Angreifer zu überwältigen und zu fesseln. Bedingt durch die Aufregung während der Auseinandersetzung erlitt ein Wachmann im Anschluss gesundheitliche Probleme. Er wurde ebenso wie ein in der Aufnahme wartender Patient sofort medizinisch behandelt. Die Polizei Schwerin nahm die drei Angreifer in Gewahrsam. Gegen sie läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung.

Christian Becker, HELIOS KLINIKEN Schwerin | Foto: Helios Kliniken

Helios Kliniken geschockt – Sicherheitskonzept wird nochmals überprüft

Die Helios Kliniken Schwerin zeigten sich noch Stunden später geschockt von den Vorkommnissen. Man prüft dort nun weitere Möglichkeiten zur Sicherung des Personals sowie der Patienten. „Ein Übergriff in dieser Art und Weise hat sich bisher in den Helios Kliniken Schwerin noch nicht ereignet. Wir sind sprachlos und entsetzt über die Aggressivität und Gewalt mit der Menschen angegangen werden, die anderen Menschen Mitten in der Nacht medizinisch helfen wollen. Wir sind in engem Kontakt mit allen betroffenen Mitarbeitern, bieten psychologische Unterstützung an und wünschen vor allem den verletzten Wachleuten gute Besserung.  Unser Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Anästhesiologie, Unfallchirurgie, Intensivmedizin  und der Inneren Medizin, die allesamt tatkräftig und unkompliziert sofort mitgeholfen haben“, erklärte Helios-Sprecher Christian Becker gestern im Namen der Klinikleitung.

Die Klinik plant nun als Konsequenz aus den Geschehnissen, das bestehende Sicherheitskonzept sowie die Schutzmechanismen im Bereich der Zentralen Notaufnahme nochmals auf den Prüfstand zu stellen. Da man auch zukünftig rund um die Uhr für verletzte wie auch erkrankte Menschen da sein wolle und werde, sei dies unumgänglich. Was dies bedeuten kann, ließ der Kliniksprecher offen.

Redaktion

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