Schwerin: Ohne Mundschutz dafür mit Beleidigungen im Zug unterwegs

Im Regionalexpress zwischen Hamburg und Schwerin kam es kürzlich zu einem Zwischenfall, bei dem ein 33-jähriger Reisender einen Zugbegleiter verbal angriff. Ein ebenfalls in der Bahn reisender Polizist bekam die Situation mit und griff ein.

Immer wieder müssen sich Zugbegleiter so manchen während ihrer Arbeit anhören. So auch wieder in einem RE zwischen Hamburg und Schwerin. | Foto: privat

Gerade in den aktuellen Coronazeiten ist Zugbegleiter bei einem der Bahnunternehmen in Deutschland vielfach sicherlich kein vergnügungssteuerpflichtiger Beruf. Immer wieder treffen die Bahnmitarbeiter auf Personen, die ihnen in Sachen Mundschutz oder Abstand schnell aggressiv und auf unflätige Art und Weise begegnen. Ganz abgesehen von den ohnehin schon ohne Corona bekannten Pöbeleien.

 

Zwischen Hamburg und Schwerin: „Ich mach Dich kaputt“

In eine solche Situation geriet nun auch ein Zugbegleiter des RE 4325 von Hamburg nach Schwerin. Wiederholt hatte er einen Reisenden aufgefordert, den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Statt dieser seit Monaten geltenden Pflicht nach entsprechenden Aufforderungen nachzukommen, reagierte der Fahrgast aggressiv. „Ich mach dich kaputt. Das wirst du sehen, du Bastard. Du bist ein richtiger Hurensohn“, griff der 33-jährige verbal aggressiv den Zugbegleiter an. Offenbar fühlte sich der Reisende besonders stark und sicher. Aber dabei hatte er die wahre Situation verkannt. Denn im Zug befand sich ebenfalls ein uniformierter Polizeibeamter. Dieser hatte den Zwischenfall mitbekommen, und griff ein.

Er nahm die Personalien des 33-jährigen auf und leitete sie an die Bundespolizei in Schwerin weiter. Dort leiteten die Beamten gleich ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung ein. Zudem erfolgte eine Mitteilung an das zuständige Ordnungsamt zur Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens wegen eines Verstoßes gegen die Corona Verordnung und die Pflicht zum ordnungsgemäßen Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. Weiterhin kann sein Verhalten auch ein längerfristiges Hausverbot, ausgesprochen von der Deutschen Bahn AG, nach sich ziehen.

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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