Schwerin: Online-Filmabend des Weltladens in Schwerin führt nach Südafrika

Knapp ein Jahr lang fanden die Filmabende des Eine Welt Vereins in Schwerin coronabedingt nicht statt. Nun aber soll es weitergehen. Vorerst digital. Am kommenden Mittwoch (24.2.2020) steht eine Dokumentation aus Südafrika auf dem Programm.

Oompie The, Mitglied der Heiveld-Kooperative, deren Tee es auch im Weltladen Schwerin gibt. | Foto: Martin Lang

Inzwischen liegt der letzte Filmabend im Weltladen Schwerin etwa Jahr zurück. Eine zu lange Zeit – finden Initiatoren wie auch regelmäßige Besucher. Daher möchten die AG Bildung des Trägervereins Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin nun wieder in die abendlichen Flimmerstunden starten. Natürlich, coronabedingt, vorerst online. So laden die Veranstalter zu ihrem ersten Online-Filmabend am Mittwoch, 24.2.2021, von 20 bis 21.30 Uhr ins Internet ein. Wer dabei sein möchte, muss sich allerdings im Vorfeld anmelden. Möglich ist dies ziemlich unkompliziert über die Website www.weltladen-schwerin.de

 

Erstmals wieder Filmabend nach einem Jahr Pause

Als erster Film nach der langen Pause ist eine Dokumentation aus dem Jahr 2018 (53 min) geplant. Dabei geht es in die Provinz Westkap in Südafrika. Eine Landschaft voller Schönheit und Zauber erwartet die Teilnehmer. Majestätisch erheben sich die Zederberge, zu deren Füßen eine kleine Stadt liegt. Sie scheint aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen. Wupperthal. Es ist die Heimat des weltweit begehrten Rooibos-Tees, der für die Menschen vor Ort dabei gleichermaßen Identität, Lebensgefühl sowie Lebensgrundlage bedeutet. Die Rooibos-Pflanze wächst nur in der Gegend um die Zederberge. Alle Versuche, sie in anderen Ländern der Welt anzubauen, sind bislang gescheitert.

 

Dokumentation führt in eine Traumlandschaft Südafrikas

In den langen Jahren des Apartheidregimes war es ausschließlich den weißen Großfarmern erlaubt, Rooibos-Tee in großem Stil anzubauen und zu vermarkten. Im Jahr 2001 haben 14 Rooibos-Kleinbauern und -bäuerinnen aus Süd-Bokkeveld die Heiveld-Kooperative gegründet. Und dabei schrieben sie zeitgleich Geschichte. Bis heute handelt es sich dabei neben der benachbarten Kooperative aus Wupperthal um den einzigen Zusammenschluss der als “Coloureds” diskriminierten Bevölkerungsgruppe. Ungeachtet der neuen politischen Rahmenbedingungen werden die “Farbigen” nach wie vor sozial und wirtschaftlich stark diskriminiert. Ihr erfolgreicher Zusammenschluss hat daher hohen Symbolcharakter. Einige dieser „Revolutionäre“ präsentiert der Dokumentarfilm.

 

Gespräch im Anschluss möglich

„Vor Ort“ dabei und damit für die Teilnehmer ansprechbar, ist am Filmabend die Fair-Handels-Beraterin für MV, Andrea Kiep. Sie war selbst am Ort des Filmgeschehens und kann im Anschluss an die Dokumentation von ihren Eindrücken berichten. Die Veranstaltung wird über die kostenfrei und leicht zu bedienende Anwendung Zoom realisiert. Für eine Teilnahme erforderlich ist ein Computer, Tablet oder Smartphone mit (eingebauten) Lautsprechern bzw. Kopfhörer und eine stabile Internetverbindung. Eine Kamera bzw. ein Mikrofon sind nicht nötig. Fragen können auch per Chatfunktion in Zoom schriftlich gestellt werden.

Redaktion

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