Di, 10. Februar 2026
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Millionen aus Bundes-Sondervermögen:
Schwerin plant Investitionen in Schulen und Infrastruktur

Schwerin erhält über 43 Millionen Euro aus dem Bundes-Sondervermögen. Das Geld soll vor allem in Schulen, Verkehr und gesellschaftliche Infrastruktur fließen.

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  • Veröffentlicht Februar 4, 2026
So sieht Digitalisierung im Klassenraum aus. Die digitale Tafel und Whiteboards an den Seiten sind Standard. Außerdem gibt es für die Schüler Tablets, Foto: LHS
Investi­tio­nen sind für Schulen, Verkehr und Infra­struk­tur bis 2035 geplant. Foto: LHS

 

Die Lan­deshaupt­stadt Schw­erin kann in den kom­menden Jahren mit erhe­blichen Investi­tion­s­mit­teln aus dem Son­derver­mö­gen des Bun­des rech­nen. Auf ein­er Bürg­er­meis­terkon­ferenz in Güstrow haben alle sechs Land­kreise Meck­len­burg-Vor­pom­merns sowie die bei­den kre­is­freien Städte eine Ver­wal­tungsvere­in­barung zur Umset­zung des soge­nan­nten MV-Plans unterze­ich­net. Damit ist die Verteilung der Gelder verbindlich geregelt.

Schw­erin erhält neben einem ein­ma­li­gen Sock­el­be­trag, der allen Kom­munen unab­hängig von ihrer Größe zuste­ht, ins­ge­samt mehr als 43 Mil­lio­nen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Davon sind 29,1 Mil­lio­nen Euro für Investi­tio­nen in öffentliche all­ge­mein­bildende Schulen vorge­se­hen. Weit­ere 7,8 Mil­lio­nen Euro fließen in die Verkehrsin­fra­struk­tur, ein­schließlich des öffentlichen Per­so­nen­nahverkehrs. Zusät­zlich ste­hen 6,2 Mil­lio­nen Euro für son­stige gesellschaftliche Infra­struk­tur zur Ver­fü­gung.

 

Früher Start trotz langer Umsetzungsfrist

Der Erste Stel­lvertre­tende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum begrüßte die Entschei­dung. Der Bund übernehme mit dem Son­derver­mö­gen einen wichti­gen Teil der Finanzierung zen­traler Infra­struk­tur­vorhaben. Angesichts des hohen Investi­tions­be­darfs sei Schw­erin auch kün­ftig auf die Unter­stützung von Land und Bund angewiesen.

Nach Angaben der Stadtver­wal­tung sollen bere­its im März konkrete Vorschläge zur Ver­wen­dung der Mit­tel in die poli­tis­chen Gremien einge­bracht wer­den. Zwar kön­nen die Gelder bis zum Jahr 2035 einge­set­zt wer­den, den­noch wolle man frühzeit­ig mit Pla­nung und Umset­zung begin­nen, so Not­te­baum.

Die Vere­in­barung ist Teil eines lan­desweit­en Investi­tion­spakets, aus dem Meck­len­burg-Vor­pom­mern ins­ge­samt 1,92 Mil­liar­den Euro erhält. Das Geld stammt aus einem schulden­fi­nanzierten Son­derver­mö­gen des Bun­des und kann über einen Zeitraum von zwölf Jahren einge­set­zt wer­den. Rund 1,2 Mil­liar­den Euro sind dabei direkt für die Kom­munen reserviert.

Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig betonte bei dem Tre­f­fen die beson­dere Bedeu­tung der Investi­tio­nen in den Schul­bere­ich. Etwa 600 Mil­lio­nen Euro sollen lan­desweit in die Sanierung von Schul­ge­bäu­den fließen. Ziel sei es, die noch ausste­hen­den Schul­baupro­jek­te abzuschließen. In den ver­gan­genen Jahren seien bere­its rund eine Mil­liarde Euro in die Schul­sanierung investiert wor­den.

Weit­ere 718 Mil­lio­nen Euro aus dem Son­derver­mö­gen liegen in der Ver­ant­wor­tung der Lan­desregierung. Diese Mit­tel sollen unter anderem für Kranken­häuser, Polizeis­ta­tio­nen, Hochschulen sowie für Maß­nah­men zur Dig­i­tal­isierung einge­set­zt wer­den.