Schwerin: Preise für Einfamilienhäuser Spitze im Land

Binnen fünf Jahren hat sich der Preis für ein gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus in Schwerin um knapp 60 Prozent erhöht. Damit sind entsprechende Objekte nun hier im Landesvergleich am teuersten.

Häuser sind nach einer LBS-Studie in Schwerin im Landesvergleich besonders teuer. | Grafik: privat

Wie „Zeit online“ unter Bezug auf eine Studie der Bausparkasse LBS berichtet, sind die Preise für Immobilien auch in Mecklenburg-Vorpommern deutlich angestiegen. Damit folgt auch der Nordosten einer bundesweiten Entwicklung, die nicht zuletzt auch auf aktuell sehr niedrige Zinsen zurückzuführen sein dürfte. Wer über Kapital verfügt, sucht inflationssichere Wege, es anzulegen. Wer weniger hat, aber bauen möchte, nutzt die aktuell geringen Bauzinsen. 

 

In Schwerin ist gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus am teuersten

Mit Blick auf gebrauchte Einfamilienhäuser verzeichnet die Studie die höchsten Preise nicht etwa in Rostock, wie mancher denken dürfte, sondern in der Landeshauptstadt Schwerin. „Der hier am häufigsten genannte Wert für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus liegt bei 450.000 Euro“, so die LBS-Untersuchung „Markt für Wohnimmobilien 2021“. Damit verzeichnet die Studie für Schwerin binnen fünf Jahren einen Anstieg in diesem Bereich um 185.000 Euro. Anders ausgedrückt: 2016 kostete ein solchen Objekt in der Landeshauptstadt noch im Schnitt 265.000 Euro. Heute sind es knapp 60 Prozent mehr.

Anstiege, wenn auch etwas geringere verzeichnete die Studie auch für beispielsweise Rostock und Greifswald. Dort bewegten sich die Preise im Schnitt bei etwa 400.000 Euro bzw. 320.000 Euro. „Für Neubrandenburg nennt die Studie Preise von 290.000 Euro (plus 95.000 Euro), für Stralsund 275.000 Euro (plus 75.000 Euro) sowie für Wismar und Neustrelitz je 240.000 Euro. Günstigere Eigenheimpreise findet man in Güstrow und Bad Doberan mit je 230.000 Euro, Boizenburg mit 200.000 Euro, Hagenow mit 180.000 Euro und Demmin mit 170.000 Euro. In Ludwigslust ist der Hauskauf mit 155.000 Euro zu verwirklichen“, so „Zeit online“.

 

Preisanstieg setzt sich fort

Folgt man den Annahmen von LBS und Sparkassen dürfte sich die Entwicklung auch in 2021 mit einem erneut kräftigen Preisanstieg fortsetzen. Für neue Reihenhäuser sehen die Unternehmen ein Plus von gut vier Prozent. Bauland dürfte demnach um knapp sieben Prozent teurer werden. Der Preisanstieg für freistehende Einfamilienhäuser liegt demnach bei etwa fünf Prozent. 

Die Immobiliengesellschaften von LBS und Sparkassen erwarten den Angaben zufolge für 2021 einen weiteren kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Deutschland. Im Durchschnitt sähen die befragten Vermittler Preissteigerungen zwischen gut vier Prozent für neue Reihenhäuser und knapp sieben Prozent für Bauland. Gebrauchte Einfamilienhäuser könnten sich demnach um fünf Prozent verteuern.

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