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Immer weniger Reisen nach Schwerin.

(sr). Das let­zte Jahr war in Meck­len­burg-Vor­pom­mern das zweitbeste Touris­mus­jahr seit 1990. Schw­erin prof­i­tiert  kaum. Immer weniger Reisen führen nach Schw­erin. Das Jahr 2013 war für den Touris­mus in Meck­len­burg-Vor­pom­mern

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  • Veröffentlicht März 5, 2014

Trotz der großen Bekanntheit des Schweriner Schlosses, profitiert die Landeshauptstadt nur wenig wenig vom zweitbesten Tourismusjahr der Geschichte Bild: Schwerin-Lokal
Trotz  Schw­er­iner Schloss prof­i­tiert die Lan­deshaupt­stadt nur wenig wenig vom zweitbesten Touris­mus­jahr der Geschichte
Bild: Schw­erin-Lokal

(sr). Das let­zte Jahr war in Meck­len­burg-Vor­pom­mern das zweitbeste Touris­mus­jahr seit 1990. Schw­erin prof­i­tiert  kaum. Immer weniger Reisen führen nach Schw­erin.

Das Jahr 2013 war für den Touris­mus in Meck­len­burg-Vor­pom­mern eines der besten Jahre. Mit 28,2 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen, erzielte das ver­gan­gene Jahr das zweitbeste Ergeb­nis seit Grün­dung des Bun­des­lan­des im Jahr 1990.

Bess­er als 2013, lief nur das Jahr 2009. In diesem Jahr hat­te Schw­erin die Bun­des­garten­schau zu Gast, was sich sicher­lich auf das Ergeb­nis auswirk­te.

 

Schwerin entwickelt sich nur bedingt positiv

 

Die Lan­deshaupt­stadt kon­nte lei­der nur eingeschränkt von der pos­i­tiv­en Entwick­lung prof­i­tieren. Im Ver­gle­ich zum Jahr 2012, stieg die Zahl der Über­nach­tun­gen in Schw­erin um 1,6 Prozent. Das ist ver­gle­ich­sweise wenig, wenn man weiß, dass Ros­tock sich beispiel­sweise über einen Zuwachs von 6,8 Prozent freuen kann.

Es bleibt für Schw­erin ein Prob­lem: Mag Schw­erin auch die Lan­deshaupt­stadt sein – sie kann sich nicht mit Ros­tock oder gar Lübeck ver­gle­ichen. Vom Niveau her, liegt Schw­erin nur im Mit­telfeld, ver­gle­ich­bar mit Städten wie Neubran­den­burg oder Regio­nen wie die Ueck­er-Randow-Region.

Neun von zehn Unternehmen der Touris­muswirtschaft in Schw­erin bew­erten ihre Geschäft­slage zwar immer­hin als befriedi­gend oder gut – das kann aber nicht darüber hin­wegtäuschen, dass Schw­erin es nicht schafft, sein Poten­tial auszunutzen. Hin­ter vorge­hal­tener Hand, kri­tisieren Hote­liers und Gast­wirte das dann auch.

 

Weniger Reisegruppen als im Vorjahr

 

Das die Über­nach­tungszahlen nicht in den Keller gegan­gen sind, dafür ist vor allem das Fir­menkun­dengeschäft ver­ant­wortlich. Die Zahl der Reiseg­rup­pen hinge­gen ist rück­läu­fig. 2013 fan­den fünf Prozent weniger Reise­busse den Weg nach Schw­erin als 2012. Viele Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner, die von den Urlaub­s­gästen leben, kri­tisieren mehr oder weniger offen, die Arbeit der STADTMARKETING Gesellschaft Schw­erin mbH, der sie vor­w­er­fen, sie wür­den zu wenig tun, die Lan­deshaupt­stadt als Urlaub­sziel bekan­nt zu machen.

 

Stadtmarketing muss verbessert werden

 

Die Schw­er­iner Wirtschaft im ver­gan­genen Jahr selb­st aktiv gewor­den und hat die „Mar­ketingini­tia­tive der Wirtschaft Region Schw­erin“ gegrün­det. Die Ini­tia­toren, die von der IHK Schw­erin begleit­et wer­den, beto­nen öffentlich stets die gute Zusam­me­nar­beit mit dem Stadt­mar­ket­ing. Warum dann aber eine pri­vate Ini­tia­tive für notwendig erachtet wird, dass lässt sich, wenn alles als aus­re­ichend betra­chtet wer­den würde, nicht erk­lären. Konkur­renz, dass scheint der Gedanke dahin­ter zu sein, belebt das Geschäft. Ein Geschäft, dass drin­gend mehr Fahrt aufnehmen müsste.

 

In diese Rich­tung tut sich nun auch etwas. Im Früh­jahr soll ein Urlaub­s­magazin in ein­er Auflage von 500 000 Exem­plaren erstellt wer­den, das großen Tageszeitun­gen in Nor­drhein-West­falen beigelegt wer­den soll. Schw­erin möchte sich auch an ein­er Pro­mo­tion-Aktion beteili­gen, die der Touris­musver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern organ­isiert. Hier­mit soll neben Nor­drhein-West­falen auch Baden-Würt­tem­berg ins Visi­er genom­men wer­den. In bei­den  Bun­deslän­dern sieht man ein hohes Neukun­den­po­ten­tial.