Schwerin: Quarantäne beim SV Grün-Weiß

Das Spiel in Bad Schwartau werden die Spielerinnen des SV GrünWeiß Schwerin nicht so schnell vergessen. Erst verschenkten sie den Sieg, nun gilt Quarantäne.

Neun Spielerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin müssen in Quarantäne. | Foto: Symbolbild

Der Spitzensport hat deutschlandweit in zahlreichen Sportarten wieder den Betrieb aufgenommen. Auch im Handball fliegt der Ball dabei wieder über das Spielfeld. Verbunden sind Trainings- und Spielbetrieb aber mit verschiedenen Hygienekonzepten. Die meisten sind mit regelmäßigen Corona-Tests verbunden. da gilt natürlich auch für Mannschaften aus Schwerin. Nun hat ein positiver Test einer gegnerischen Mannschaft Konsequenzen für einen Schweriner Sportverein.

 

Team verschenkte sicher geglaubten Sieg in letzter Sekunde

Die A-Jugend des Handballvereins SV Grün-Weiß Schwerin war am vergangenen Samstag, dem Tag der Deutschen Einheit, zu Gast in Bad Schwartau. Die Zuschauer sahen vor Ort ein spannendes Spiel, bei dem das Team aus unserer Landeshauptstadt noch in der Schlussphase wie der sichere Sieger aussah. Kurz vor dem Abpfiff lagen die Mädels noch mit 26:21 in Front. Praktisch mit dem Schlusspfiff glich die Heimmannschaft dann aber doch noch zum 26:26 aus. Nur einen Punkt also nahmen die Spielerinnen von Grün-Weiß mit nach Schwerin.

 

Positiver Corona-Test bei gegnerischer Spielerin

Das aber war letztlich noch nicht das letzte, was sie aus Bad Schwartau hörten. Denn der Corona-Test bei einer gegnerische Spielerin brachte ein positives Ergebnis mit sich. Damit begann die obligatorische Nachverfolgung der Kontaktpersonen. Involviert dabei natürlich auch das Gesundheitsamt Schwerin, das die Infektionskette genau analysierte. Neun Feldspielerinnen aus Schwerin, die in Bad Schwartau zum Einsatz kamen, stellten sich dabei als Kontaktpersonen ersten Grades heraus. Sie alle unterzogen sich gestern einem Corona-Test. Nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts ordnete das Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne für die Spielerinnen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren an. Damit ist auch ihr Schulbesuch vorerst ausgesetzt. Aktuell noch nicht so dramatisch, denn noch sind Ferien. Aber wenn am Montag die Mitschüler wieder in die Schulen gehen, müssen die Spielerinnen daheim bleiben. „Wir beraten auch die Familien der Spielerinnen, wie die häusliche Quarantäne am besten umzusetzen ist“, so Gerit Hübner, zuständige Hygieneärztin des Gesundheitsamtes.

 

Neun Spielerinnen aus Schwerin in Quarantäne

Für die zum Auswärtsspiel mitgereisten Betreuer und Offiziellen legte das Gesundheitsamt keine Tests und Isolationsmaßnahmen fest. Dieser Personenkreis soll nun aber auf Symptome einer möglichen Infektion achten. Die Pressestelle der Landeshauptstadt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich bislang insgesamt 132 Menschen in Schwerin mit dem Coronavirus infiziert haben. 132 sind bereits genesen.

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