Schwerin: Rettungskräfte im Einsatz angegriffen

Während eines Einsatzes wurden Rettungskräfte in Schwerin von einem Wohnungsinhaber angegriffen. Erst unter Polizeischutz konnten sie die Arbeit beenden.

Erneut Blaulicht in und um Schwerin | Foto: Symbolbild

Deutschlandweit vergeht inzwischen wohl kaum ein Tag, an dem sich Rettungskräfte  nicht in ihrer Arbeit Angriffen ausgesetzt sehen. Auch in Schwerin kamen derartige Taten wiederholt vor. Mal sind es „nur“ dumpfe Pöbeleien, mal werden Angreifer handgreiflich. Das weder nachvollziehbare noch hinnehmbare Szenario geht bis zu bewusster Körperverletzung mit Gegenständen. Schwerste Verletzungen der Angegriffenen sind dabei zweifellos kalkuliert. Noch deutlicher als bisher schon muss hier die Gesellschaft einschreiten. Denn wo sind wir angekommen, wenn die Menschen, die uns tagtäglich das Leben retten, in dieser schweren und oft schon gefährlichen Arbeit noch derartigen Angriffen ausgesetzt sind. Zivilcourage ist gefragt, wenn man entsprechende Taten beobachtet. 

Rettungskräfte beim Einsatz in der Wohnung angegriffen

Aber nicht immer sind Zeugen vor Ort, und nicht immer wäre ein Einschreiten dieser auch unmittelbar möglich. So auch im konkreten Fall in Schwerin. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch rückten die Rettungskräfte in eine Wohnung in der Gadebuscher Straße aus. Ein Besucher des Wohnungsinhabers klagte dort über starke Schmerzen im Brustbereich. Die Rettungskräfte unternahmen vor Ort alle erforderlichen Maßnahmen, um den Patienten schnell und effektiv zu untersuchen und zu versorgen. Während dieser Arbeiten bedrängte der Wohnungsinhaber sie aber derart aggressiv, dass nur der Rückzug blieb. 

Allerdings war weder die Versorgung des Patienten abgeschlossen, noch gelang es, beim Verlassen der Wohnung das medizinische Equipment mitzunehmen. Daher blieb nur der Einsatz der Polizei Schwerin, die auch unverzüglich eintraf. Im Beisein der Beamten gelang es schließlich, die Behandlung zu beenden. Gegen den polizeibekannten 34-jährigen Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

 

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