Schwerin: Schafweide am Ziegelaußensee ist vorerst tabu

Auch in diesem Jahr wird eine große Wiese am Ziegelaußensee am Stadtrand von Schwerin für Spaziergänger und Radfahrer gesperrt. Hintergrund ist der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt.

Diese Wiese am Ziegelaußensee ist aus Naturschutzgründen vorübergehend gesperrt. | Foto: LH Schwerin

Der Frühling kommt mit großen Schritten. Zwar sind die Aussichten der Meteorologen für die Woche nach Ostern momentan alles andere als frühlingshaft. Aber dennoch: Die Natur kommt aus der Winterruhe. Sträucher und Bäume werden langsam grün und auch die Tierwelt wird munter. Gerade Spaziergänger entdecken in diesen Tagen beinahe täglich neue Entwicklungen. Aber mit dem Frühlingserwachen gilt es auch, noch mehr Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt zu nehmen. Und dazu gehört dann eben auch, von zuletzt gern genutzten Pfaden abzuweichen.

 

Eine Graugans mit den Jungen bei Schwerin. | Foto: LHS

So darf nach einer Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde ein Großteil der Wiese am Westufer des Ziegelaußensees zwischen Wendenhof und dem Park- und Rastplatz an der Wickendorfer Straße aus Vogelschutz- und Röhrichtschutzgründen im Zeitraum 01.04. bis 30.06.2021 weder von Erholungssuchenden noch von ihren Hunden betreten werden. Graugänse mit Jungtieren sollen in diesem Teil des Landschaftsschutzgebietes ohne Störungen nach Nahrung suchen können. Verbunden damit ist auch in diesem Jahr die Hoffnung, dass die Gänse nicht mehr so viel von dem Schilf am Ufer des Sees fressen. Der Röhrichtgürtel soll sich weiter regenerieren können. Dieser stellt wiederum einen wichtigen Brutlebensraum für verschiedene Enten und den Haubentaucher dar.

Die nunmehr ausgewiesenen zeitlichen Beschränkungen werden über die nächsten vier Jahre einer Erfolgskontrolle unterzogen. Ein Monitoring soll zeigen, ob eine Aufrechterhaltung dieses Verbotes sinnvoll ist. Vor Ort aufgestellte Tafeln verdeutlichen den gesperrten Bereich. Ein Naturschutzwart gibt vor Ort gerne weitere Auskünfte. Fragen beantwortet Frau Janßen von der Unteren Naturschutzbehörde auch gerne telefonisch unter (0385-) 545-2421.

Redaktion

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