Schwerin: Schmierfinken gingen Polizei ins Netz

Zwei Sprayer gingen der Bundespolizei an der Bahnstrecke Schwerin -Hamburg ins Netz. Ob sie mit weiteren Taten in Verbindung stehen, wird derzeit ermittelt.

Zwei Sprayer gingen der Bundespolizei an der Bahnstrecke zwischen Schwerin und Hamburg ins Netz. | Foto: Symbolbild

Gerade gestern berichteten wir wieder von kunstfreien Schmierereien an einem Wagenpark der Deutschen Bahn AG. Im Abstellbereich des Hauptbahnhofs Schwerin hatten sich bislang unbekannte Täter mit Sprühdosen und Farbe zu schaffen gemacht. Insgesamt 29 Quadratmeter groß waren die Schmierereien. Dabei handelt es sich um eine Straftat, die alles andere als ein Kavaliersdelikt darstellt. Es war auch nicht das erste Mal, dass derartige Taten erfolgten. Leider verschwinden die Täter meist im Dunkel der Nacht. Aber nicht immer, wie sich nun zeigte.


Polizei schnappt zwei Sprayer nahe Lehmkuhlen

Denn in den Abendstunden des vergangenen Dienstags gingen der Bundespolizei nun zwei 18-jährige Schmierfinken ins Netz. Der Lokführer einer Regionalbahn hatte auf der Strecke zwischen Schwerin und Hamburg Personen an einem Schalthaus der Bahn gemeldet. Sofort rückte die Bundespolizei Schwerin in Richtung der Ortschaft Lehmkuhlen aus. Nachdem die Beamten den bereich abgesucht hatten, fanden sie die beiden 18-jährigen an einem Bahnübergang. Sie saßen in ihrem Pkw. Beide hatten noch diverse Farbanheftungen an ihren Händen, die durchaus mit den Schriftzügen in rot, silber, gold und schwarz überein stimmten. Die Beamten eröffneten den beiden den Tatvorwurf der Sachbeschädigung und belehrten sie hinsichtlich ihrer Rechte. 

Verbindungen zu Taten in Schwerin werden geprüft

Schnell gaben die beiden Sprayer zu, das Bahnhäuschen entsprechend den Vorwürfen besprüht zu haben. Im rahmen einer folgenden Durchsuchung des Fahrzeugs stellten die Beamten dann auch Farbsprühdosen, Masken und andere Sprayerutensilien fest. Nach den polizeilich erforderlichen Maßnahmen durften die beiden Täter den Heimweg antreten. Die Ermittlungen dauern an. Dabei prüft die Bundespolizei, wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, auch, ob die Täter eventuell mit den Schmierereien in Schwerin ebenfalls in Verbindung zu bringen sind. Diese Prüfung aber ist noch nicht abgeschlossen.

 

Redaktion

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