Schwerin schreibt Annette-Köppinger-Preis aus

Die Landeshauptstadt schreibt den diesjährigen Annette-Köppinger-Preis aus. Zivilgesellschaftliche Initiativen sollen in diesem Jahr besonders ins Auge gefasst werden.

Frank Kleinsorg und Dieter Berg nahmen 2016 für das Projekt „Boxen statt Gewalt“ den Köppinger-Preis entgegen.
Foto: Rainer Cordes

 

Die Landeshauptstadt Schwerin schreibt in diesem Jahr zum fünften Mal den „Annette-Köppinger-Preis für Integration und Menschlichkeit“ aus. In diesem Jahr sollen mit der Auszeichnung besonders zivilgesellschaftlich engagierte Personen, Vereine und Initiativen geehrt werden, die sich in besonderer Weise für die Akzeptanz von Vielfalt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren.

„Dafür  hat sich auch die erste Integrationsbeauftragte der Landeshauptstadt, Annette Köppinger, aktiv eingesetzt. Sie hat mit ihrem Engagement Zivilcourage bewiesen und sich weit über die Grenzen Schwerins hinaus für mehr Toleranz, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander der Kulturen stark gemacht“,  erklärt Stadtpräsident Stephan Nolte anlässlich der Preisausschreibung. „Die  Integration von Menschen ausländischer Herkunft, die dauerhaft und rechtmäßig in unserer Stadt leben, ist ein stetiger wechselseitiger Prozess, der ohne gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht funktionieren kann. Diese zivilgesellschaftlichen Initiativen wollen wir in diesem Jahr mit dem Köppinger-Preis besonders in den Mittelpunkt rücken“, umreißt er den aktuellen Hintergrund für die diesjährige Ausschreibung.

 

Jeder Zweite in MV sieht sozialen Zusammenhalt in Gefahr

 

Die Bertelsmann-Stiftung misst seit Jahren mit der Studie „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt“, was Menschen in Deutschland verbindet: In Mecklenburg-Vorpommern sah 2017 jeder zweite Bürger den sozialen Zusammenhalt in Gefahr und nannte als Gründe gefühlte Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft. Gleichzeitig fand die Aufnahme von Flüchtlingen gerade in Mecklenburg-Vorpommern mit 45 Prozent eine vergleichsweise große Zustimmung, die nicht nur über dem ostdeutschen, sondern auch über dem gesamtdeutschen Durchschnitt liegt.  Dabei sind konkreten Alltagserfahrungen der Menschen in der Regel besser als das, was sie für das gesamte Land vermuten – oder was ihnen öffentliche Debatten dazu widerspiegeln.

Die Landeshauptstadt Schwerin bittet bis zum 31. Mai 2018 um Vorschläge für die Ehrung. Sie sind schriftlich mit Begründung an die Fachstelle Integration, Dimitri Avramenko, Am Packhof 2-6, 19053 Schwerin oder per E-Mail an integration@schwerin.de zu richten. Das Anmeldeformular kann unter www.schwerin.de heruntergeladen werden. Nach dem Eingang der Vorschläge wird eine Jury über die Preisvergabe entscheiden. Die Verleihung des Preises erfolgt im Rahmen der Interkulturellen Woche der Landeshauptstadt Schwerin.

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