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Ab Juni nur noch registrierte Tonnen:
Schwerin setzt auf eindeutige Zuordnung von Mülltonnen

Schwerin rüstet Restabfall- und Papiertonnen mit Chips aus. Das neue System soll Transparenz erhöhen und die Abfallentsorgung effizienter machen.

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  • Veröffentlicht Februar 6, 2026
Blick auf die Chipmontage an der Griffleiste einer Papiertonne, Foto: SDS
Blick auf die Chip­mon­tage an der Grif­fleiste ein­er Papier­tonne, Foto: SDS

 

In Schw­erin begin­nt in diesen Wochen die Ein­führung eines neuen Iden­ti­fika­tion­ssys­tems für die Abfal­l­entsorgung. Im Auf­trag des Schw­er­iner Entsorgungs- und Dien­stleis­tungs­be­trieb (SDS) rüstet die SAS sämtliche Restab­fall- und Papier­be­häl­ter mit elek­tro­n­is­chen Chips aus. Ziel ist eine trans­par­entere, ein­deutigere und effizien­tere Erfas­sung der Abfall­be­häl­ter.

Ins­ge­samt wer­den rund 17.000 Restab­fall­ton­nen und etwa 12.900 Papier­ton­nen mit soge­nan­nten Transpon­dern aus­ges­tat­tet. Diese Chips ermöglichen es, jeden Behäl­ter ein­deutig einem Grund­stück oder ein­er Adresse zuzuord­nen. Par­al­lel dazu wer­den auch die Sam­melfahrzeuge tech­nisch aufgerüstet, sodass die Chips beim Leerungsvor­gang automa­tisch aus­ge­le­sen wer­den kön­nen. Kün­ftig wer­den nur noch reg­istri­erte und kor­rekt aus­ges­tat­tete Ton­nen entleert, nicht angemeldete Behäl­ter bleiben ste­hen.

Die Bioton­nen in Schw­erin sind von der Maß­nahme ausgenom­men, da sie bere­its seit rund zehn Jahren mit entsprechen­der Tech­nik aus­ges­tat­tet sind. Die Umrüs­tung der Restab­fall- und Papier­ton­nen soll bis zu den Oster­fe­rien Anfang April abgeschlossen sein.

Nach Angaben des SDS bringt das neue Sys­tem vor allem mehr Trans­parenz und Nachvol­lziehbarkeit. SDS-Werklei­t­erin Ilka Wilczek erk­lärt, dass mit Hil­fe der Transpon­der jed­erzeit nachvol­l­zo­gen wer­den könne, ob und wann ein Abfall­be­häl­ter geleert wurde. Dies erle­ichtere die Bear­beitung von Rück­fra­gen und erhöhe die Ser­vice­qual­ität. Auswirkun­gen auf die beste­hende Gebühren­struk­tur habe das Sys­tem nicht.

Auch für die SAS ergeben sich Vorteile. Durch die dig­i­tale Erfas­sung wird jede Leerung in Echtzeit in das Sys­tem des Unternehmens über­tra­gen. Das erle­ichtert die Touren­pla­nung und verbessert die logis­tis­chen Abläufe. SAS-Geschäfts­führer Andreas Lange spricht von einem gerin­gen Aufwand für die Haushalte bei gle­ichzeit­ig hohem Nutzen. Nach der Mon­tage laufe der Prozess voll­ständig automa­tisiert.

Damit die Umrüs­tung rei­bungs­los ver­läuft, sind die Haushalte zur Mith­il­fe aufge­fordert. In der zweit­en und drit­ten Feb­ru­ar­woche erhal­ten alle angeschlosse­nen Haushalte ein Infor­ma­tion­ss­chreiben mit Adres­saufk­le­bern für die jew­eili­gen Behäl­ter. Diese sind frist­gerecht gut sicht­bar auf den Deck­eln anzubrin­gen. Zum angegebe­nen Ter­min müssen die Ton­nen an der Grund­stücks­gren­ze bere­it­gestellt wer­den, damit ein Fachteam die Transpon­der mon­tieren kann.

Nach Abschluss der Umrüs­tung wer­den mögliche Abwe­ichun­gen geprüft, etwa bei falschen Behäl­ter­größen oder fehlen­den Ton­nen. Ab dem 1. Juni wer­den schließlich nur noch Restab­fall- und Papier­be­häl­ter entleert, die mit dem neuen Chip-Sys­tem aus­ges­tat­tet sind.