Do, 21. Mai 2026
Close

Mehr Sicherheit im Nahverkehr:
Schwerin setzt auf Präsenz und Wunschhalte

Ein neues Konzept soll dafür sorgen, dass sich Fahrgäste nicht nur sicher sind – sondern sich auch so fühlen.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht April 17, 2026
Gemeinsam für mehr Sicherheit im Nahverkehr Schwerin. Vertreter des NVS, dem Sicherheitsunternehmen, der Polizei und Busfahrern mit dem stellvertretenden Oberbürgermeister Bernd Nottebaum (2.v.l.), Foto: maxpress
Gemein­sam für mehr Sicher­heit im Nahverkehr Schw­erin. Vertreter des NVS, dem Sicher­heit­sun­ternehmen, der Polizei und Bus­fahrern mit dem stel­lvertre­tenden Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum (2.v.l.), Foto: max­press

Der Nahverkehr Schw­erin stellt sich neu auf: Seit dem 16. April greift ein erweit­ertes Sicher­heit­skonzept, das sowohl die tat­säch­liche Sicher­heit als auch das sub­jek­tive Empfind­en der Fahrgäste verbessern soll. Im Fokus ste­hen dabei mehr Präsenz in Fahrzeu­gen sowie flex­i­ble Lösun­gen für den Abend­verkehr. Trotz rück­läu­figer Krim­i­nal­ität­szahlen im Land zeigt sich: Viele Men­schen fühlen sich im öffentlichen Nahverkehr nicht immer wohl. Genau hier set­zt das Konzept an. Geschäfts­führer Thomas Schlüter betont, dass man gezielt auf Schutz, Präsenz und Präven­tion set­ze, um Ver­trauen zurück­zugewin­nen.

Mehr Präsenz durch zusätzlichen Sicherheitsdienst

Ein zen­traler Baustein ist der Ein­satz eines zusät­zlichen Sicher­heits­di­en­stes. Für zunächst ein Jahr wer­den speziell geschulte Kräfte in Bussen, Straßen­bah­nen und an Hal­testellen unter­wegs sein. Neben Fahrscheinkon­trollen übernehmen sie auch eine wichtige Rolle in der Deeskala­tion. Zum Ein­satz kommt ein erfahren­er Dien­stleis­ter, der bere­its in mehreren Städten aktiv ist. Die Teams sollen nicht nur kon­trol­lieren, son­dern auch ansprech­bar sein und frühzeit­ig ein­greifen, bevor Sit­u­a­tio­nen eskalieren. Erfahrun­gen aus anderen Städten zeigen laut Anbi­eter bere­its pos­i­tive Effek­te – ins­beson­dere beim Sicher­heit­sempfind­en von Frauen.

Flexibler unterwegs: Halten auf Wunsch am Abend

Eine weit­ere Neuerung bet­rifft den Busverkehr nach 20 Uhr: Fahrgäste kön­nen kün­ftig zwis­chen reg­ulären Hal­testellen aussteigen, sofern es die Verkehrslage zulässt. Dieser soge­nan­nte Wun­schhalt soll vor allem in den Abend­stun­den für ein besseres Sicher­heits­ge­fühl sor­gen. Die Entschei­dung liegt im Einzelfall beim Fahrper­son­al, das sowohl die Verkehrssi­t­u­a­tion als auch mögliche Risiken abwä­gen muss. Der Ausstieg erfol­gt grund­sät­zlich vorne und ohne Garantie auf Bar­ri­ere­frei­heit. Par­al­lel dazu wird der Ein­stieg in Busse erle­ichtert: Fahrgäste kön­nen kün­ftig alle Türen nutzen. Das soll den Fahrgast­fluss verbessern und Ver­spä­tun­gen reduzieren.