Schwerin: SSC besiegt Tabellenzweiten mit 3:0

Schon der Auftakterfolg des SSC Palmberg Schwerin am vergangenen Donnerstag gegen den SC Potsdam war in der Deutlichkeit (3:0) wohl von nur wenigen erwartet worden. Um so bemerkenswerter war nun ein erneuter 3:0-Erfolg gegen den Tabellenzweiten aus Suhl.

Die Damen des SSC lieferten ein tolles Spiel. Auf volle Hallen und eine vollständige „Gelbe Wand“ müssen sie aber coronabedingt weiterhin verzichten. | Foto: Eckhard Mai

Bereits am vergangenen Freitag konnten wir einen echten Paukenschlag der Damenmannschaft des SSC Palmberg Schwerin vermelden. Mit einem 3:0 gegen den SC Potsdam war das Team um Chef-Coach Felix Koslowski in die Bundesliga-Rückrunde gestartet. Eine gelungene Revenge für die Hinrunden-Niederlage (2:3). Viel Zeit zur Freude allerdings hatte das Team nicht. Denn schon zwei Tage nach diesem deutlichen Sieg, bei dem die Gegnerinnen nur kurzfristig im zweiten Satz in Führung gehen konnten – folgte gleich die nächste Aufgabe. Mit dem Tabellenzweiten aus Suhl stand dabei ein echter Brocken auf dem Plan. Und das nicht nur, da die Schwerinerinnen das Hinspiel deutlich mit 0:3 verloren hatten.

Das erklärte Ziel war also die zweite Revenge in Folge. Und zur Überraschung vieler gelang diese erneut mit Bravour. Denn wieder gelang den SSC-Spielerinnen ein 3:0-Sieg.  „Wir wussten, es erwartet uns ein schweres Spiel. Dementsprechend bin ich natürlich total zufrieden. Wir gewinnen zunehmend an Stabilität und versuchen, bis zu den Playoffs weiter hart an uns zu arbeiten,“ so Felix Koslowski nach dem Heimsieg über den VfB Suhl Lotto Thüringen. ‚Never change a winnig team‘, hatte sich das Trainerteam um den Chef-Coach dabei wohl gedacht. Denn der SSC startete mit der gleichen Aufstellung in die Partie gegen die Suhler Wölfe wie bereits zwei Tage zuvor in Potsdam.

 

Erster Satz verläuft lange Zeit ausgeglichen

Die Gastgeberinnen aus Schwerin erwischten dabei durchaus einen eher nervösen Start in die Partie. Doch auch die Suhlerinnen leisten sich kleine Fehler am Aufschlag und in der Annahme. SO startete das Spiel durchaus ausgeglichen, und spannend. Suhl gelang es dabei sogar durch starke Angriffe von Harbin und Prosvirina wiederholt mit 1 Punkt in Führung zu gehen. Die Schwerinerinnen aber ließen sich davon nicht wirklich beeindrucken. Sie kamen mit druckvollem Aufschlag immer wieder heran. Zur Satzmitte stand es letztlich 14:14.

Fehler, das war klar, durfte der SSC dabei möglichst gegen die aggressiv spielenden Gegnerinnen nicht leisten. Das Heimteam packte daher im Block zu und ging schließlich mit 18:16 minimal in Führung. Nach taktischer Auszeit der Suhler klappt Danielle Harbin im Angriff die Hand nicht um. Der Ball landet im Aus – 19:16. Doch wer dachte, der Satz sei „im Sack“, sah sich getäuscht. Wie Eis in der Sonne schmolz der Vorsprung nun wieder dahin. Aufschlagfehler, technischer Fehler, Annahmefehler – und Suhl war wieder dran. Die nachfolgenden Punkte lebten von Angriffsversuchen des SSC und Abwehraktionen der Suhler, mit dem besseren Ende für die Schwerinerinnen, die durch einen Roll-Shot von Symone Speech wieder die Führung übernahmen. Zwei starke Angriffe von Lindsey Ruddins ebneten letztlich den Weg zum 25:22 Satzgewinn. Ausgelassene Freude unter den 200 zugelassenen Fans in der PALMBERG ARENA.

 

In drei starken Sätzen zum Erfolg

Euphorisiert vom Satzgewinn gegen die favorisierten Thüringerinnen startet das Team aus Schwerin nun mutig in den zweiten Durchgang. Eine 6:4-Führung war der Lohn. Besonders der druckvolle Aufschlag und die variable Verteilung der Angreiferinnen brachten den Damen in gelb in der Folge eine doch beruhigende 15:10 Führung. Aber Suhl gab sich auch in diesem Satz nicht geschlagen und kämpfte engagiert. Dennoch ging auch der zweite Satz letztlich mit 25:20 nach Schwerin. Zwei Sätze vorn und den Sieg scheinbar doch zu klar vor Augen, startete der SSC weniger konzentriert in den dritten Satz, so dass Suhl mit 1:3 in Führung ging. Nun galt es für Schwerin, sich auf die Stärken des bisherigen Spiels zu besinnen, was auch gelang. Zur ersten technischen Auszeit führen die Damen aus der Landeshauptstadt wieder mit 8:5. Nun spielt sich Schwerin förmlich in einen Rausch, dem das Suhler Team von Coach Hollosy nicht wirklich mehr viel entgegenzusetzen hat. Der gelbe Block steht wie eine Wand und die Bälle, die durchkommen, werden durch gute Abwehr im Spiel gehalten. Der SSC kann mit 16:8 ins zweite Timeout gehen. Nun zweifeln wohl nur noch die Allerwenigsten an einem Sieg der Heimmannschaft. Und so kommt es dann auch. Neuzugang Stephanie Samedy darf nach dem Doppelwechsel beim Stand von 22:14 ihren ersten Punkt in der PALMBERG ARENA feiern und gleichzeitig den Matchball zum 25:17 verwandeln.

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.