Di, 20. Januar 2026
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SSC Palmberg Schwerin beendet Liga-Saison auf Platz 3

Keine Frage, grund­sät­zlich wäre mehr drin gewe­sen. Die Damen des SSC Palm­berg Schw­erin hat­ten im ersten Spiel der Play­off-Halb­fi­nals gegen das in diesem Jahr wieder starke Team von Allianz MTV

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  • Veröffentlicht April 6, 2021
Nach anfänglich­er Ent­täuschung kann sich das Team des SSC Palm­berg Schw­erin auch über die Bronzemedaille in der diesjähri­gen Meis­ter­schaft freuen. | Foto: SSC Palm­berg Schw­erin

Keine Frage, grund­sät­zlich wäre mehr drin gewe­sen. Die Damen des SSC Palm­berg Schw­erin hat­ten im ersten Spiel der Play­off-Halb­fi­nals gegen das in diesem Jahr wieder starke Team von Allianz MTV Stuttgart bewiesen, dass die Süd­deutschen auch auf dem Weg zur Meis­ter­schaft dur­chaus besieg­bare Geg­ner­in­nen waren. Das erste Spiel gewan­nen die Schw­er­iner­in­nen recht klar mit 3:0. Ein Auf­takt nach Maß. In Stuttgart dann aber bewiesen die Damen aus Stuttgart ihr ganzes Kön­nen. Und aus dem 1:0 nach Spie­len wurde let­ztlich ein 1:2 aus Sicht der Schw­er­iner­in­nen.

 

Im Auftaktspiel zeigte Schwerin ganzes Können

Im angepassten Play­off-Modus der Vol­ley­ball Bun­desli­ga hat­te der SSC als das nach der Haup­trunde schlechter platzierte Team das Heim­recht in der ersten Par­tie. Stuttgart als bess­er platzierte Mannschaft dann allerd­ings das 2. und 3. Spiel. Klar war also von beginn an, wenn Schw­erin ins Finale um die Meis­ter­schaft einziehen wollte, musste min­destens ein Auswärtssieg her. Für Stuttgart hät­ten zwei Siege zu Hause gere­icht. Daheim erledigte Schw­erin die Auf­gabe dann bravourös. Die Auf­tak­t­par­tie am ver­gan­genen Sam­stag (27.03.) in der Schw­er­iner PALMBERG ARENA gewann man deut­lich. Eine per­fek­te Aus­gangspo­si­tion für die Partie(n) in Stuttgart.

Allerd­ings gab es auch ein schw­eres Hand­i­cap. Denn das Team des deutschen Reko­rd­meis­ters aus dem Nor­den musste mit großen Ver­let­zungssor­gen nach Baden-Würt­tem­berg reisen. Hay­ley Spel­man (Diag­o­nal) und Nicole Oude Lut­tikhuis (Auße­nan­griff) waren bere­its im 1. Spiel angeschla­gen. Tay­lor Agost (Diag­o­nal) ver­let­zte sich am Mon­tag im Train­ing und kon­nte die Auswärt­sreise nicht antreten. Gegen ein Team wie Stuttgart alles andere als opti­mal.

 

Mit Verletzungssorgen zweimal chancenlos gegen Stuttgart

Zwar hat­ten die Süd­deutschen durch das ver­lorene Auf­tak­t­spiel in Schw­erin dur­chaus den Druck im zweit­en Spiel gegen sich. Allerd­ings hat­ten die Stuttgar­terin­nen in der zurück­liegen­den Sai­son mehrfach bewiesen, dass sie ger­ade auch unter Druck engagiert und konzen­tri­ert ihre Stärken ausspie­len kön­nen. Und so kam es dann auch. Im 2. Spiel der Serie am Mittwochabend (31.03.) war sie den Schw­er­iner­in­nen vor allem in Block und Angriff­s­ef­fizienz über­legen. Der SSC musste sich mit 0:3 geschla­gen geben. Der Vorteil lag nun auf Seit­en Stuttgarts. Schw­erin – mit den Ver­let­zungssor­gen – brauchte nun auswärts beina­he eine kleine Sen­sa­tion. Nicht unmöglich, wie man vor allem auch inter­na­tion­al in dieser Sai­son bewiesen hat­te. Aber die Sen­sa­tion blieb aus. Erneut kon­nte das Team von Chef­coach Felix Koslows­ki der Stuttgarter Angriff­spow­er nur zeitweise etwas ent­ge­genset­zen. Erneut stand es am Ende 0:3. Schw­erin ist raus aus dem Kampf um die Meis­ter­schaft. 

„Wir haben alles gegeben aber man muss auch anerken­nen, dass Stuttgart heute bess­er war. Ich bin super stolz auf die Mannschaft und die ganze Sai­son und freue mich auf das, was wir mit diesem Team in Zukun­ft noch erre­ichen wer­den“, so Denise Imoudu. 

 

Schwerin beendet dennoch durchaus erfolgreiche Saison auf Platz 3

„Direkt nach dem Spiel ist die Ent­täuschung sehr groß, doch meine Mannschaft hat alles ver­sucht. Stuttgart hat heute in den schwieri­gen Phasen die Punk­te gemacht und für unser junges Team war es den­noch eine erfol­gre­iche Sai­son. Wenn man die Umstände dieser Sai­son berück­sichtigt mit zwei Quar­an­tä­nen und zahlre­ichen Ver­let­zun­gen sind wir sehr glück­lich und zufrieden“, so SSC-Train­er Felix Koslows­ki. Und er hat Recht. Denn inter­na­tion­al bewies sein noch junges Team, dass es dur­chaus auch mit ver­meintlich sehr viel stärk­eren Geg­ner­in­nen mithal­ten kann. Zudem gelan­gen sowohl der Gewinn des Super­cup als auch des DVV Pokals.