SSC Palmberg Schwerin beendet Liga-Saison auf Platz 3

Nach dem 3:0 Auftaktsieg gegen Allianz MTV Stuttgart hatte das Team des SSC Palmberg Schwerin nebst der mitfibernden Fans die Weichen in richtung eines möglichen Finaleinzugs im Kampf um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft gestellt. Die Rückspiele in Stuttgart allerdings gingen dann beide deutlich verloren. Damit endet eine ansonsten durchaus erfolgreiche Saison nicht mit dem erwünschten dritten Titel.

Nach anfänglicher Enttäuschung kann sich das Team des SSC Palmberg Schwerin auch über die Bronzemedaille in der diesjährigen Meisterschaft freuen. | Foto: SSC Palmberg Schwerin

Keine Frage, grundsätzlich wäre mehr drin gewesen. Die Damen des SSC Palmberg Schwerin hatten im ersten Spiel der Playoff-Halbfinals gegen das in diesem Jahr wieder starke Team von Allianz MTV Stuttgart bewiesen, dass die Süddeutschen auch auf dem Weg zur Meisterschaft durchaus besiegbare Gegnerinnen waren. Das erste Spiel gewannen die Schwerinerinnen recht klar mit 3:0. Ein Auftakt nach Maß. In Stuttgart dann aber bewiesen die Damen aus Stuttgart ihr ganzes Können. Und aus dem 1:0 nach Spielen wurde letztlich ein 1:2 aus Sicht der Schwerinerinnen.

 

Im Auftaktspiel zeigte Schwerin ganzes Können

Im angepassten Playoff-Modus der Volleyball Bundesliga hatte der SSC als das nach der Hauptrunde schlechter platzierte Team das Heimrecht in der ersten Partie. Stuttgart als besser platzierte Mannschaft dann allerdings das 2. und 3. Spiel. Klar war also von beginn an, wenn Schwerin ins Finale um die Meisterschaft einziehen wollte, musste mindestens ein Auswärtssieg her. Für Stuttgart hätten zwei Siege zu Hause gereicht. Daheim erledigte Schwerin die Aufgabe dann bravourös. Die Auftaktpartie am vergangenen Samstag (27.03.) in der Schweriner PALMBERG ARENA gewann man deutlich. Eine perfekte Ausgangsposition für die Partie(n) in Stuttgart.

Allerdings gab es auch ein schweres Handicap. Denn das Team des deutschen Rekordmeisters aus dem Norden musste mit großen Verletzungssorgen nach Baden-Württemberg reisen. Hayley Spelman (Diagonal) und Nicole Oude Luttikhuis (Außenangriff) waren bereits im 1. Spiel angeschlagen. Taylor Agost (Diagonal) verletzte sich am Montag im Training und konnte die Auswärtsreise nicht antreten. Gegen ein Team wie Stuttgart alles andere als optimal.

 

Mit Verletzungssorgen zweimal chancenlos gegen Stuttgart

Zwar hatten die Süddeutschen durch das verlorene Auftaktspiel in Schwerin durchaus den Druck im zweiten Spiel gegen sich. Allerdings hatten die Stuttgarterinnen in der zurückliegenden Saison mehrfach bewiesen, dass sie gerade auch unter Druck engagiert und konzentriert ihre Stärken ausspielen können. Und so kam es dann auch. Im 2. Spiel der Serie am Mittwochabend (31.03.) war sie den Schwerinerinnen vor allem in Block und Angriffseffizienz überlegen. Der SSC musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Der Vorteil lag nun auf Seiten Stuttgarts. Schwerin – mit den Verletzungssorgen – brauchte nun auswärts beinahe eine kleine Sensation. Nicht unmöglich, wie man vor allem auch international in dieser Saison bewiesen hatte. Aber die Sensation blieb aus. Erneut konnte das Team von Chefcoach Felix Koslowski der Stuttgarter Angriffspower nur zeitweise etwas entgegensetzen. Erneut stand es am Ende 0:3. Schwerin ist raus aus dem Kampf um die Meisterschaft. 

„Wir haben alles gegeben aber man muss auch anerkennen, dass Stuttgart heute besser war. Ich bin super stolz auf die Mannschaft und die ganze Saison und freue mich auf das, was wir mit diesem Team in Zukunft noch erreichen werden“, so Denise Imoudu. 

 

Schwerin beendet dennoch durchaus erfolgreiche Saison auf Platz 3

„Direkt nach dem Spiel ist die Enttäuschung sehr groß, doch meine Mannschaft hat alles versucht. Stuttgart hat heute in den schwierigen Phasen die Punkte gemacht und für unser junges Team war es dennoch eine erfolgreiche Saison. Wenn man die Umstände dieser Saison berücksichtigt mit zwei Quarantänen und zahlreichen Verletzungen sind wir sehr glücklich und zufrieden“, so SSC-Trainer Felix Koslowski. Und er hat Recht. Denn international bewies sein noch junges Team, dass es durchaus auch mit vermeintlich sehr viel stärkeren Gegnerinnen mithalten kann. Zudem gelangen sowohl der Gewinn des Supercup als auch des DVV Pokals. 

Redaktion

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