Schwerin: Steigen die Preise für Schwimmen und Sauna?

Die Stadtverwaltung kündigt um bis zu 33 Prozent steigende Preise für die Schwimmhalle an. Die Stadtvertretung muss aber noch zustimmen.

Wird Schwimmen in Schwerin teurer? | Foto: Symbolbild

Immer wieder beklagen Vereinssportler wie auch Privatpersonen den Umstand, dass Schwerin nur eine Schwimmhalle hat. Die einen sprechen dabei von zu häufigen Belegungen für Schul- und Vereinssport. Die anderen halten eben diese Zeiten noch für zu gering. Nun kommt eine neue negative Nachricht für die Nutzer der kommunalen Schwimmhalle hinzu: Die Preise sollen steigen.

Preissteigerung teilweise um 33 %

Die von der Stadtvertretung beschlossene Begrenzung des Zuschusses zu den Betriebskosten i.H.v. 600.000 Euro jährlich reichte 2019 nicht mehr aus. So heißt es in der Begründung der Verwaltung zur Unumgänglichkeit der erstmaligen Preisanpassungen seit Halleneröffnung 2015. „Die Preisanpassung ist nötig, weil sich die Betriebskosten erhöht haben und die Stadt auch in ihren Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung eine zweijährige Dynamisierung der Schwimmhallenentgelte festschreibt. Dies setzen wir jetzt um“, so Dezernent Andreas Ruhl. Ebenfalls umgesetzt wird die beschlossene Einführung von Jahreskarten für Schwimmen und Sauna. Hierfür muss die Schwimmhalle allerdings auch zusätzliche Technik anschaffen. Denn nur so kann die Personalisierung der Karten erfolgen. Diese wiederum ist erforderlich, um die Nutzung durch Dritte zu verhindern.

Konkret sieht das neue Preissystem 14 unterschiedliche Tarife vor. Einige davon hier kurz zusammengefasst:

  • Jahreskarte Schwimmen: 360,-€  | ermäßigt: 220,- €
  • Jahreskarte Sauna:  790,- € | ermäßigt: 590,- €
  • Einzelticket Kurzzeitschwimmen (neu): 4,50 € (+1 €) | ermäßigt: 3,- €
  • Einzelpreis 3 Stunden (neu): 6,- € (+ 1,50 €)
  • Familienkarte (neu): 12,- € (+ 3 €)
  • Familien-Zehnerkarte (neu): 120,- € (+ 30 €)
  • Einzelticket Sauna mit Schwimmen (neu): 12,- € (+3  €)

Neben dieser Preisanpassung schlägt die Verwaltung der Stadt Schwerin zudem eine Veränderung bei den Parkgebühren vor. So sollen Eltern, die ihre Kinder zu Schwimmkursen begleiten, künftig kostenlos Parken können.

Vereine bleiben von Preiserhöhung komplett verschont

Während also die Preise für private Besuche der Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch in Schwerin spürbar steigen, sieht dies bei Vereinsnutzungen anders aus. ausdrücklich weist die Verwaltung darauf hin, dass diese von der Preisanpassung nicht betroffen sind. Die gestiegenen Betriebskosten tragen also allein die privaten Nutzer der Schwimmhalle.

Stadtvertretung hat das letzte Wort

Das letzte Wort allerdings ist mit dieser Information noch nicht gesprochen. Denn die neuen Tarife bedürfen noch eines Beschlusses der Stadtvertretung. Wie diese letztendlich entscheidet, bleibt abzuwarten.

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Über mehrere Jahre organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK das größte Schweriner Fashionevent. Er arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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