Schwerin: Tagung der Bausachverständigen im Norden

In der letzten Woche fanden zum 27. Mal die Nordischen Bausachverständigen-Tage statt. Mitveranstalter war die IHK zu Schwerin. Erstmals war alles digital.

Auch um Digitalisierung ging es bei einer Veranstaltung der IHK Schwerin. | Foto: Symbolbild

Sie sind bereits ein fester Temin im Kalender der norddeutschen Branche: die Nordischen Bausachverständigen-Tage. Zum inzwischen 27. Mal fanden sie nun in der Zeit vom 16. bis 18. September 2020 statt. Dabei kam es zu einer wesentlichen Neuerung. Denn erstmals fand die traditionelle Veranstaltung von der IHK zu Schwerin, dem Verband der Bausachverständigen Deutschlands e.V. (VBD), dem Immobilienverband Deutschland, dem Kompetenzzentrum Bau Mecklenburg-Vorpommern der Hochschule Wismar und anderen Partnern rein digital statt.

Bausachverständige, Architekten und Bauingenieure aus Behörden, Planungsbüros und Bauunternehmungen, Wohnungswirtschaftler, Wissenschaftler sowie Juristen trafen sich dabei im Rahmen dieses Forums. Gemeinsam tauschten sie sich im Rahmen der wichtigsten und bedeutendsten Sachverständigenveranstaltung Norddeutschlands über zahlreiche Fachthemen aus.

 

Justizministerin eröffnet Veranstaltungstage

Der Stellenwert der Veranstaltung wird bereits daran deutlich, dass ein Mitglied des Landeskabinetts MV die Eröffnung übernahm. Gemeinsam mit der Präsidentin der Bürgerschaft Wismar, Dr. Sabine Mönch-Kalina, sprach Justizministerin Katy Hoffmeister. Im anschließenden Programm zur Wertermittlung für Boden und Gebäude unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Wieland Kirchner und Dr. Hendrik Rabbel referierte Dipl.-Ing. Hans-Peter Strotkamp zum Thema “Hinweise zur Ermittlung von Marktanpassungsfaktoren für mit Einfamilienwohnhäusern bebaute Erbbaurechte”, Dipl.-Kfm. (FH) Ullrich Werling zu Freiheiten des Gutachters am Beispiel des Kurzzeit-Wohnens, der ö.b.u.v. Sachverständige Roland Vogel zum Einfluss einer „vergessenen“ Grunddienstbarkeit auf den Verkehrswert eines Grundstücks und Dipl.-Ing. Andreas Ostermann zur neuen ImmoWertV 2021 und ImmoWertA im Kontext der kreditwirtschaftlichen Wertermittlung.

 

Drei Tage mit zahlreichen Fachthemen

Tag 2 stand dann ganz im Zeichen der „rechtlichen Aspekten des Sachverständigenwesens“. Zu Beginn informierte dabei Rechtsanwältin Katharina Bleutge des IfS (Institut für Sachverständigenwesen) die Sachverständigen zu aktuellen Themen aus dem Sachverständigenwesen und der Rechtsprechung. Rechtsanwalt Wolfgang Jacobs (Geschäftsführer des BVS) vertiefte das Thema im Anschluss. Zum Abschluss bereitete Rechtsanwalt Volker Schlehe der IHK zu München und Oberbayern die Sachverständigen auf den elektronischen Rechtsverkehr und die Digitalisierung vor. In wenigen Jahren ist sie für den Verkehr mit Gerichten und Privatmandaten verpflichtend.

Am dritten und letzten Tag dreht sich dann alles um Analyse und Vermeidung von Bauschäden. Dabei kamen Themen wie „Planung und Anpassung von Lüftungskonzepten zur Vermeidung von Schimmel“, „Treppen, Geländer und Umwehrungen nach der neuen DIN 18065 und BVM-Geländerrichtlinie“ oder auch die „Injektionsmittel-Abdichtung“ zur Sprache.

 

Durchweg positives Feedback

 

Der virtuelle Konferenzraum erfreute sich dabei guter Frequenz. Etwa 70 Teilnehmer fanden sich dort an den drei Tagen ein. um die Vorträge zu hören und mit den Referenten zu diskutieren. Trotz eines durchweg positiven Feedbacks hoffen die IHK zu Schwerin und die weiteren Veranstalter, 2021 wieder eine Präsenzveranstaltung im Rathaus Wismar anbieten zu können. Eventuell dann mit zusätzlicher Streaming-Möglichkeit.

Redaktion

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