Schwerin: Theaterschneiderei näht Mundschutz

In der Schneiderei des Mecklenburgischen Staatsttheaters in Schwerin entstehen derzeit Mund-Schutzmasken für Arztpraxen und Klinik.

Bevor die Masken genäht werden, werden sie mit Stecknadeln abgesteckt. | Foto; Anna May | Schwerin

Inzwischen sind Mundschutz-Masken weltweit ein begehrtes Gut. Längst haben es nicht nur Gelegenheits-Täter auf die Masken abgesehen. So verschwanden vor wenigen Tagen in Nordrhein-Westfalen mal eben 50.000 Stück. Aus der Uniklinik in Hannover stahlen Kriminelle ebenfalls Schutzmaterial in Größenordnung. Zuletzt verschwanden 8 Millionen für Deutschland vorgesehene Mundschutz-Masken in Kenia. Auch in Schwerin klagen schon seit Tagen die Arztpraxen zu Recht, dass jeder Nachschub fehlt.

 

Eine fertige Schutzmaske | Foto: Anna May | Schwerin

Schneiderei des Theaters in Schwerin will helfen

Natürlich ging diese Situation auch an der Schneiderei des Mecklenburgischen Staatstheaters nicht einfach vorüber. Auch dort beobachtete man die Entwicklung und hilft nun. Seit Anfang der Woche fertigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schutzmasken aus kochfestem Baumwollstoff und folgen damit dem Beispiel anderer deutscher Theater.

Die Schneiderei entschied sich dabei ganz bewusst, den ausgesetzten Spielbetrieb am Mecklenburgischen Staatstheater zu nutzen, um die derzeit unter besonders hoher Belastung stehenden Beschäftigten im medizinischen Bereich zu unterstützen. Die Schutzmasken enstehen nun  im Akkord – von vier Schneiderinnen des Mecklenburgischen Staatstheaters aus Nessel gefertigt. Dabei handelt es sich um einen besonders strapazierfähigen Baumwollstoff, der auch nach einer Wäsche bei 90 Grad wiederverwendbar ist.

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Über mehrere Jahre organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK das größte Schweriner Fashionevent. Er arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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