Schwerin: Tolle neue Grundschule in der Weststadt

Stets den Gedanken einer modernen Inklusion im Blick entstand in nicht einmal zwölf Monaten eine neue Grundschule auf dem Weststadtcampus in Schwerin.

Die neue Grundschule John Brinckmann in Schwerin. | Foto: ZGM

Als im August 2019 das neue Schuljahr startete, konnten die ersten 110 Schüler eine neue Regionalschule in Schwerin beziehen. In Rekordzeit wurde nach der Grundschule am Ziegelsee auch diese Schule in der Weststadt Realität. Schon damals aber war praktisch „nebenan“ das Baugeschehen für eine weitere Schule deutlich zu sehen. Nun ist auch diese fertig.

Erneut ein „Bau in Rekordzeit“

Und wieder ist die Rede von einem „Bau in Rekordzeit“. Um schnell ein lange schönes, modernes Gebäude realisieren zu können, entschied sich die Stadt Schwerin erneut für die Modulbauweise. Diese kostet zwar ein wenig mehr Geld – aber sie ermöglicht eben vergleichsweise kurze Bauzeiten. So gelang es, die neue Grundschule „John Brinckmann“ in nur knapp einem Jahr Bauzeit fertigzustellen. Nachdem das Gebäude nun also fertig ist, steht die Inneneinrichtung auf dem Programm. Die Klassen- und Unterrichtsräume werden möbliert, die Installation und Inbetriebnahme digitaler Tafeln, moderner Kommunikations und weiterer Präsentationstechnik erfolgt.

Einzug nach den Winterferien

Bereits nach den in Kürze beginnenden Winterferien soll dann auch das Innenleben stehen, so dass der Schulbetrieb starten kann. Bis zu 416 Kinder sollen dann hier im Weststadt-Campus in den Klassenstufen 1 bis 4 unterrichtet werden. Insgesamt stehen dann 16 Klassenräume und 13 Freiarbeitsräume zur Verfügung. Für feste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen sorgen dabei zudem Fachräume für Musik, Werken und Kunst. Außerdem stehen zwei modern ausgestattete Computerräume, eine Bibliothek und eine Lernküche sowie Räume für den Religions- und Sachkundeunterricht bereit, wenn die jungen Schüler ihre Schule erobern kommen. Sogar ein Yoga und ein Snoozelraum zum Ausruhen und entspannen befinden sich in der modernen neuen Schule in Schwerin.

„Die Stadt steht bei den Schweriner Eltern im Wort, für alle Kinder beste Lernbedingungen zu schaffen.“ (Dr. Rico Badenschier, Oberbürgermeister Schwerin)

Dr. Rico Badenschier betont den konsequenten Inklusionsgedanken | Foto: SIS/Christoph Müller

Konsequenter Inklusionsgedanke

Neu sind dann aber nicht nur Haus und Innenausstattung. Auch die inklusive Ausrichtung der Schule ist eine Veränderung. Denn wenn demnächst Leben in die Schule zieht, erfolgt an diesem Standort auch der Unterricht für Schüler mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören und körperlich-motorische Entwicklung.  Neben der unter anderem durch Aufzüge und Behinderten-WC realisierten Barrierefreiheit erleichtert eine konstrastreiche Farbgestaltung in Fluren und Räumen sehschwachen Kindern die Orientierung.  Eine besondere Raumakustik soll zudem hörgeschädigten Schülern das Lernen deutlich erleichtern. Und auch an ein Bodenleitsystem hat man im Rahmen der Baumaßnahme gedacht.

Nicht nur innen, sondern auch außen wurde an das Wohlbefinden aller zukünftigen Schüler gedacht. Daher ist auch das Außengelände barrierefrei gestaltet. Spielecken, Kletterlandschaften und grüne Oasen der Ruhe bieten Raum für die Pausen. Neben einer 50-Meter-Laufbahn mit Weitsprung- und Sandspielanlage befindet sich auch ein grünes Klassenzimmer im Außenbereich.

Oberbürgermeister sieht Stadt im Wort

„Die Stadt steht bei den Schweriner Eltern im Wort, für alle Kinder beste Lernbedingungen zu schaffen. Das gilt besonders für Schüler mit einem speziellen Förderbedarf. Sie können in der neuen Grundschule zusammen mit anderen Kindern unterrichtet und speziell gefördert werden, weil wir als Schulträger diesen Schulneubau konsequent nach den Inklusionskriterien des Landes ausgerichtet haben“, so Oberbürgermeister Rico Badenschier bei der Schlüsselübergabe des 8,7 Millionen Euro teuren Objektes.

 

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Über mehrere Jahre organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK das größte Schweriner Fashionevent. Er arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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