Schwerin: Trauer um Schauspieler Martin Brauer

Es war eine Nachricht, die die Kulturlandschaft auch über die Grenzen von Schwerin hinaus innehalten ließ. Am vergangenen Freitag verstarb im Alter von nur 50 Jahren der Schauspieler und Musiker Martin Brauer vollkommen unerwartet und viel zu früh.

Kolleginnen und Kollegen aber auch unzählige Fans aus Schwerin und ganz Deutschland trauern um Martin Brauer. | Foto: Silke Winkler

Es war vor allem auch für das Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin, für die Familie aber auch die Freuden des Schauspiels eine schreckliche Nachricht: Der Schauspieler Martin Brauer ist in der Nacht zum Freitag im Alter von nur 50 Jahren überraschend verstorben. Noch am Vorabend hatte er mit Kolleginnen und Kollegen für eine der Wiedereröffnungs-Premieren des Mecklenburgischen Staatstheaters geprobt.

Seit Beginn der Generalintendanz von Lars Tietje im Sommer 2016 wirkte Martin Brauer als engagiertes Mitglied des Schauspielensembles in Schwerin. So spielte er u.a. den Schauspieler Josef Tura in „Sein oder Nichtsein“. Auch überzeugte er in den Titelrollen in „Liliom“, „Mephisto“ sowie „Cyrano de Bergerac“ bei den Schlossfestspielen Schwerin. 2018 erhielt er für seine herausragenden Leistungen den Conrad-Ekhof-Preis der Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters.

Der studierte Musiker und Schauspieler unterrichtete neben seiner Arbeit in Schwerin auch an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Er war zudem bekannt als Schlagzeuger der „Kapelle der Versöhnung“ des Musik-Kabarettisten Rainald Grebe. 

Auch Film und Fernsehen waren Martin Brauer nicht fremd. So war er im Kino in „Fleisch ist mein Gemüse“, der Romanverfilmung von Heinz Strunk zu sehen. Dort spielte er Band-Mitglied Torsten. Außerdem übernahm er verschiedene Episodenrollen in Fernseh-Serien wie „SOKO Wismar“, „Heldt“ und auch in „In aller Freundschaft“.

Die Beschäftigten des Mecklenburgischen Staatstheaters sind bestürzt und in tiefer Trauer. „Das Mecklenburgische Staatstheater verliert mit Martin Brauer einen der führenden Protagonisten und einen sehr geschätzten Kollegen. Martin war ein Vollblutkünstler und ein Familienmensch. Unser Mitgefühl gilt daher ganz besonders seinen Angehörigen“, so Generalintendant Lars Tietje.

Redaktion

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