Schwerin: Trotz geringem Budget steht die Abwehr

Gestern noch mussten wir über ein kleineres Budget des SSC Palmberg Schwerin berichten. Heute eine gute Nachricht: Die Abwehr steht für die nächste Saison!

Anna Pogany bleibt eine weitere Saison beim SSC Palmberg Schwerin | Foto: Eckhard Mai

Wie wir bereits gestern berichteten, steht dem SSC Palmberg Schwerin eine finanziell anspruchsvolle Saison bevor. Es gilt, an die Erfolge der abgebrochenen und gestrichenen Saison anzuknüpfen – bei deutlich geringerem Budget. Dies bedeutet letztlich auch, gerade auch bei Vertragsverhandlungen mit internationalen Top-Clubs nicht wirklich mithalten zu können.

Trotz Budgetproblemen leistungsstarker Kader möglich

Und doch konnte der erfolgreichste Club der deutschen Damen-Volleyball-Bundesliga schon einige erfolgreiche Vertragsabschlüsse bekanntgeben. Aber man muss auch auf Leistungsträger der vergangenen Saison verzichten. Daher gilt es nun intensiv daran zu arbeiten, trotz geringerem finanziellen Polster ein leistungsstarkes Team zu formen. Dabei gelang dem Club nun, bereits einen Tag nach der Negativinfo, ein weiterer wichtiger Schritt.

Libera Anna Pogany bleibt beim SSC

Libera Anna Pogany (25) hat nämlich beim Rekordmeister um ein drittes Jahr verlängert. Das ist eine ganz wichtige Personalentscheidung für mich“, sagt Felix Koslowski, Chefcoach des SSC Palmberg Schwerin. „Liberos bekommen zwar meist nicht die Aufmerksamkeit, die Punktemacher bekommen, aber genau wie das Zuspiel ist das eine Position, die uns viel Stabilität gibt, und Anna ist mittlerweile eine ganz feste Säule unseres Spiels. Sie gehört zu den Top-Leuten auf ihrer Position.“ Mit Nationalspielerin Pogany und Neuverpflichtung Patricia Nestler vom VCO Dresden ist die SSC-Abwehr für 2020/21 perfekt.

 

Anna Pogany bleibt Libera beim SSC Palmberg Schwerin | Foto: Ecki Raff

Anna will den Meistertitel

Und auch Anna Pogany zeigt sich hoch erfreut, auch in der kommenden Saison in Schwerin spielen und ihre Leistung im Interesse gemeinsamer Ziele erbringen zu können. Ich habe hier Top-Bedingungen, ein super Trainerteam und habe volles Vertrauen, dass wir wieder eine tolle Mannschaft sein werden. Den Mix aus erfahrenen und jungen Spielerinnen, der sich abzeichnet, finde ich gut.“ Nicht zuletzt steht nach dem Abbruch der letzten Saison auch immer noch das große Ziel offen, mit dem die 25-Jährige 2018 nach der Vizemeisterschaft mit ihrem damaligen Verein Pfeffingen (CH) nach Schwerin kam: endlich einen Meistertitel holen.

Momentan ist die Libera im heimischen Bayern

Jetzt, in Zeiten der Corona-Krise, ist Anna allerdings nicht in Schwerin. Sie ist zu Hause im heimischen Bayern. Dort hält sie sich natürlich weiter körperlich fit. Aber sie nutzt die Zeit auch zur Vorbereitung auf Bachelor-Prüfungen (VWL). „Wenn es möglich sein wird, dass wir wieder trainieren können, komme ich natürlich zurück nach Schwerin. Bis dahin arbeite ich fleißig an meiner Athletik.“

Neun Teammitglieder sind bereits fix

Damit stehen bis dato neun Personalien für den SSC-Kader 2020/21 fest: Marie Schölzel, Lauren Barfield und Lea Ambrosius im Mittelblock, Gréta Szakmáry, Nicole Oude Luttikhuis, Romy Jatzko und Lina Alsmeier auf Annahme-Außen sowie Anna Pogany und Patricia Nestler auf der Libera-Position.

Zur Person Anna Pogany

Anna Pogany, 1,68 Meter, wurde am 21. Juli 1994 in Berlin geboren und lebte dann mit ihrer Familie in Bayern. 2009 stieß die damals 15-Jährige zu den Roten Raben Vilsbiburg, spielte sich dort vom Nachwuchs ins Profiteam und in die Jugend-Nationalmannschaft. 2014 wurde sie mit den Raben Pokalsiegerin und Vizemeisterin. 2015 wechselte sie zum Köpenicker SC, 2017 nach Pfeffingen (CH). 2018 kam die Nationalspielerin zum SSC Palmberg Schwerin.

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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