Schwerin: Tunnel nach Unwetter weiter gesperrt

Immer deutlicher wird die Schwere der Schäden nach dem letzten Unwetter. So muss der Tunnel in der Lübecker Straße bis auf Weiteres gesperrt bleiben.

Eisenbahn-Unterführung Lübecker Straße nach dem Unwetter | Foto: H. Stüber

Zahlreiche Videos und Fotos hatten die Fußgängerunterführung in der Lübecker Straße zum traurigen Star in den sozialen Medien gemacht. Nun ist klar: Der Tunnel bleibt weiter gesperrt.

Ein knappes Jahr ist es her, das der Ortsbeirat Altstadt, Feldstadt, Paulsstadt, Lewenberg einen Teil der BUGA-Gelder einsetzte, um den Tunnel in der Lübecker Straße freundlicher zu gestalten. Engagierte Jugendliche hatten, begleitet vom Leiter des Jugendhauses Lankow Egbert „Eggi“ Hesse, mit professionellen Graffiti-Ideen die Wände in eine Street-Art-Gallery verwandelt.

Tunnel verlor gerade Schmuddelimage

Foto: Dario Rochow | Schwerin-Lokal.de

Schon während der Arbeiten waren die Kunstwerke auf unerwartet großen Zuspruch bei wirklich allen Altersgruppen gestoßen. Diese positive Entwicklung wollte auch die Stadt weiter unterstützen. Baudezernent Bernd Nottebaum sagte dem Ortsbeirat zusätzliche Farbanstriche und eine besseren Tunnelbeleuchtung zu. Dieses Versprechen wurde sehr schnell eingelöst. Im neuen Doppelhaushalt fand sich dann auch  noch die lange geforderte neue Lösung für die Aufzüge wieder. Die waren gefühlt immer dann defekt, wenn man sie benutzen wollte. „Alles in allem waren wir wirklich auf einem richtig guten Weg mit dem Tunnel“, fasst der amtierende Ortsbeiratsvorsitzende Stephan Haring zusammen.

Nach Unwetter nun längere Zeit gesperrt

Mit dem letzten Unwetter kam nun aber ein vorübergehender Dämpfer. Denn der Tunnel lief nicht nur voll, sondern sogar über. In den Sozialen Medien waren Fotos und Videos zu sehen, die das Volllaufen dokumentierten.
Inzwischen ist das Wasser endgültig abgepumpt und der Tunnel ein erstes Mal gereinigt. Dennoch aber wird diese wichtige Verbindung zur und aus der Innenstadt noch einige Zeit gesperrt bleiben. Die noch nicht abgeschlossene Bestandsaufnahme hat nämlich ergeben, dass sämtliche elektrische Anlagen im Tunnel defekt sind und ausgetauscht werden müssen. Eine Beleuchtung, die für die Verkehrsfreigabe zwingend erforderlich wäre, ist damit nicht möglich. Auch an den Aufzügen, für deren Austausch die Haushaltsmittel eingeplant sind, entstanden erhebliche Schäden. So müssen die Aufzugsseile vermutlich ausgetauscht werden, will man die alten Fahrstühle noch einmal in Gang setzen.

So wird also bis auf Weiteres der Tunnel gesperrt bleiben und manch längerer Umweg wird notwendig sein.

 

 

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