Schwerin: Ulla-Hahn-Autorenpreis für Björn Stephan

Es ist noch gar nicht lange her, da sprachen Alexander Lußky und Claus Oellerking im Podcast aus, für und über Schwerin "Man müsste mal..." mit dem aus der Landeshauptstadt stammenden Autoren Björn Stephan über seinen Debutroman "Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau". Da hatten die zwei Podcastler eine "gute Nase". Denn jetzt ist bekannt geworden: Der junge Autor erhält den diesjährigen Ulla-Hahn-Autorenpreis.

In Folge 15 des Podcast „Man müsste mal…“ aus Schwerin drehte sich alles um Björn Stephan und sein neues Buch „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“. Nun erhält der Autor für seinen Debutroman eine Auszeichnung.

Es war Folge 17 des Podcast „Man müsste mal…“ in der Andreas Lußky und Claus Oellerking mit dem aus Schwerin stammenden Autor Björn Stephan über seine Arbeit und vor allem sein neues Buch „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“ sprachen. Schon zu diesem Zeitpunkt ein kleiner Buch-Geheimtipp. Nun ist das „Geheime“ zweifellos verschwunden, und aus dem Geheimtipp wird ein Tipp. Denn der Autor erhält für dieses Debutroman den Ulla-Hahn-Autorenpreis 2021.

 

Aus Schwerin stammender Autor erhält Ulla-Hahn-Autorenpreis 2021

In der Jurybegründung heißt es über die Suche der Protagonisten Sascha und Juri nach Fluchtwegen aus dem tristen Alltag der Siedlung Klein Krebslow: „Dieses Wissen, diese naturwissenschaftliche Dimension ihres Weltbildes in einer leichthin poetischen Sprache in die Belletristik einzubringen, ist Björn Stephan überzeugend gelungen. Die genaue Darstellung der Lebenswirklichkeit der beiden Heranwachsenden in einem untergegangenen Land gerät dabei keineswegs aus dem Blickfeld – denn makellos schön ist die Erde nur vom Weltraum aus –  oder im Kosmos der Wörterwelten, mit der sich ein junger Mensch sein ganz persönliches Universum schafft.“

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis vergibt die Stadt Monheim am Rhein alle zwei Jahre an junge Autorinnen und Autoren eines beeindruckenden Erstlingswerks. Björn Stephan wird die Auszeichnung am 17. September bei einer Preisverleihung auf dem Schiff „MS Rheinfantasie« entgegennehmen“. 

 

Unser Buch-Tipp: „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“

Von der Poesie des Plattenbaus, der ersten Liebe, weißen Zwergen und blauen Riesen

Seitdem er klar denken kann, und das ist im Sommer 1994 erst seit einigen Monaten der Fall, sammelt Sascha Labude, ein etwas verträumter 13-Jähriger, einzigartige Wörter. Wie zum Beispiel Ling, ein Wort, das aus China stammt und das Geräusch beschreibt, wenn zwei Jade-Steine aneinanderschlagen. Dabei gibt es in Klein Krebslow, der Plattenbausiedlung, in der Sascha und sein bester, klavierspielender und Elton-John-verehrender Freund Sonny aufwachsen, eigentlich nur Beton und ein paar Kiesel. Und auch sonst ist Saschas Leben relativ ereignislos, sofern man außer Acht lässt, dass das alte Land untergegangen und Saschas Vater verstummt ist, und dass die Pawelkes, die scheußlichsten Schläger der Siedlung, im selben Aufgang wohnen wie er.

„Mit viel Einfühlungsvermögen, Witz und Melancholie erzählt Björn Stephan in seinem Debüt von der ersten Liebe und dem Aufwachsen in den Ruinen eines verschwundenen Landes. Der Held sucht nach besonderen Worten, sein Autor hat sie immer wieder gefunden.“
Benedict Wells

Doch dann zieht Juri nach Klein Krebslow. Ein geheimnisvolles Mädchen, das alles über die Sterne und die Entstehung des Universums zu wissen scheint. Nur wo sie selbst herkommt, darüber will sie nichts erzählen. Als Sascha und Juri zufällig beobachten, wie die Pawelkes den alten Irren zusammenschlagen, einen Mann, über den viele Gerüchte durch die Siedlung geistern, beginnt für die zwei ein alles verändernder Sommer, nach dem kaum noch etwas so ist, wie es einmal war.

Björn Stephan
Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau.
Galiani Berlin
ISBN 978-3-86971-229-1
352 Seiten | gebunden mit Schutzumschlag
22 € (D) / 22,70 € (A)

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