Schwerin: Umfrage will Stadtteilentwicklung voranbringen

Die Bewohner von Neu Zippendorf und dem Mueßer Holz in Schwerin können sich derzeit an einer Umfrage zur Zukunft der Stadtteile beteiligen.

Ein erstes Stadtteilgespräch hat bereits im südlichen Mueßer Holz in Schwerin stattgefunden. | Foto: Ulrike Milstrey

Weiterhin überarbeitet die Landeshauptstadt Schwerin derzeit das Stadtentwicklungskonzept für Neu Zippendorf und Mueßer Holz. Das bestehende Konzept gilt es dabei anzupassen. Das neue Papier bildet dann die Grundlage für die Beantragung weiterer Fördermittel für das Quartier. Daher sind die Einwohner der Stadtteile aufgefordert, sich noch intensiver zu beteiligen. Denn so können sie die Zukunft ihrer Stadtteile tatsächlich mit beeinflussen.

 

Miteinander in den Stadtteilen durch neue Konzepte verbessern

„Das Beteiligungskonzept stärkt die Teilhabechancen der Bewohner […], fördert die interkulturelle Öffnung vorhandener Angebote und möchte den nachbarschaftlichen Zusammenhalt von Alteingesessenen und Neuzugewanderten verbessern“, erläutert Reinhard Huß vom städtischen Fachdienst Stadtentwicklung und Wirtschaft. Es geht also um nicht mehr und nicht weniger als die Grundlagen eines zukünftigen Miteinander.

 

Menschen vor Ort können und sollten sich an Umfrage beteiligen

Um die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort optimal zu ermöglichen, plante die Stadt Schwerin zahlreiche Gesprächsgruppen und unterschiedliche Veranstaltungen.  Dann brach die Corona-Krise aus, die letztlich auch für die Stadtentwicklung nicht ohne Auswirkungen bleibt. Die durch die ausgefallenen Veranstaltungen entstandene Lücke wollen die Stadtplaner nun durch eine Umfrage füllen: „Die Stadt verspricht sich durch die Bürgerbeteiligung Erkenntnisse, die in die Planungen für das Quartier einfließen sollen. Uns interessiert dabei nun zusätzlich, wie sich die aktuelle Corona-Situation auf die Lebens- und Wohnqualität der Menschen auswirkt“, so Stadtplaner Huß.

Hier ist es möglich: Kritik einbringen, um Entwicklungen anzustoßen

Es gilt daher nun auch herauszufinden was sich konkret auch durch die Corona-Situation aus Sicht der Bewohner im Mueßer Holz und in Neu Zippendorf verändert hat. Wie erlebte man vor Ort die bisherige  Corona-Krise, und was gefällt den Menschen an ihrem Wohnort? Besonders spannend sind natürlich Antworten auf die Frage, was sich ändern sollte. Denn diese Mischung aus Wohlfühlfaktoren und Veränderungswünschen kann letztlich wichtige Erkenntnisse für zukünftige Entwicklungen geben.  All diesen Fragen geht die Umfrage der Stadtverwaltung zu den Auswirkungen von Corona auf die Lebens- und Wohnqualität in den beiden Stadtteilen Mueßer Holz und Neu Zippendorf daher auf den Grund.

Schon 100 Teilnehmer – also unbedingt auch teilnehmen

Bereits 100 Personen aus beiden Stadtteilen haben an der Befragung teilgenommen. Sie haben somit bereits die Chance genutzt, nicht nur zu meckern, sondern ihre Ansichten wirklich einzubringen. Mit Blick auf die Größe und Bedeutung der beiden Stadtteile in Schwerin benötigt man aber noch ein paar mehr Teilnehmer. „Helfen Sie mit bei der Erstellung des Stadtwicklungskonzepts für Neu Zippendorf/Mueßer Holz und beteiligen Sie sich an der Umfrage“, ruft Huß daher die Menschen vor Ort auf.  Die Befragung ist online auf Deutsch, Arabisch und Russisch unter dem Link: https://sis-schwerin.de/externer-link/?href=https://lamapoll.de/stadtummig/de/ abrufbar. Auch die klassische Papierform ist möglich. Dafür kann man sich einfach an das Stadtteilmanagement im „Campus am Turm“ wenden. Auch zahlreiche Nachbarschaftstreffs und Vereine in den beiden Stadtteilen der Stadt Schwerin haben entsprechende Umfragebögen vorrätig.

 

Auch Stadtteilgespräche finden statt – Chance nutzen

Ein weiteres Beteiligungsformat sind Stadtteilgespräche mit zufällig ausgewählten Bewohnern: Dabei dreht es sich vorwiegend um die Probleme und Qualitäten der beiden Stadtteile. Ein erstes Gespräch im südlichen Mueßer Holz hat bereits stattgefunden. Stadtteilgespräche für das nördliche Mueßer Holz und für Neu Zippendorf sind für Anfang Oktober geplant. Die Einladungen werden in den nächsten Tagen an zufällig ausgewählte Haushalte versandt. „Nutzen Sie die Möglichkeit, über Ihre Sicht auf den Stadtteil mit der Verwaltung ins Gespräch zu kommen“, bittet Stadtplaner Reinhard Huß.

Redaktion

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