Schwerin: Verspätungen wegen gelöstem Kabel

Unbekannte rissen zwei Kabel aus der Verankerung und sorgten so für Verspätungen im Zugverkehr mit Auswirkungen auch bis Schwerin.

Auch Fahrgäste aus Schwerin waren betroffen, als der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Ludwigslust beeinträchtigt war. | Foto: Symbolbild

Auch einige Menschen aus Schwerin waren betroffen, als es am vergangenen Dienstagabend noch zu Verspätungen im Bahnverkehr von und nach Hamburg kam. Hintergrund aber war kein Fehler bei der Deutschen Bahn AG. Vielmehr hatten noch unbekannte Personen in den Bahnbetrieb eingegriffen.

Kabel aus der Verankerung gerissen – Zugverkehr beeinträchtigt

Konkret hatten die oder der Täter zwischen 22:20 Uhr und 22:40 Uhr zwei jeweils 12,6 m lange Kabel aus ihrer Befestigung gelöst. Diese dienen der linienförmigen Zugbeeinflussung zwischen Ludwigslust und Hamburg, wie es im Bahndeutsch heißt. Der/Die Täter legte/n die herausgelösten Kabel dann auch noch auf die Schienen. Zwei kurze Zeit später in diesem Streckenabschnitt fahrenden ICE kamen allerdings nicht zu Schaden, als sie über die Kabel fuhren. Ein um 23:00 Uhr in Richtung Ludwigslust fahrender Regionalexpress wurde zudem abgebremst und kam zum Stehen. Es entstand hierbei kein Personen- oder Sachschaden. Dadurch wurden Störungsmeldungen beim Fahrdienstleiter ausgelöst. Die Steuerungs- und Regeltechnik fiel komplett aus.


Gleissperrung für Reparaturarbeiten erforderlich

Die erforderlichen Reparaturarbeiten machten die Sperrung eines Gleises für ca. 100 Minuten erforderlich, so dass nur ein einspuriger Betrieb möglich war. Die unmittelbaren Arbeiten waren erforderlich, da es sich bei der linienförmigen Zugbeeinflussung um ein wesentliches Element der Sicherung des Zugverkehrs handelt. Sie hat u.a. Einfluss auf die Steuerung von Brems- und Fahrvorgängen.

Bundespolizei ermittelt

Jetzt ermittelt die Bundespolizei Rostock, die u.a. auch für Schwerin zuständig ist, wegen Störung öffentlicher Betriebe und Sachbeschädigung. In diesem Zusammenhang sucht die Bundespolizei Zeugen. Ganz konkret kam es zu der Tat zwischen dem Bahnhof Ludwigslust und dem Streckenpunkt Weselsdorf. Wer also auffällige Personen zur genannten Tatzeit in diesem Bereich gesehen hat oder anderweitige Angaben zur Tat oder dem Täter / den Tätern machen kann, möge sich an die Bundespolizei wenden. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Rostock (0381 2083-1111 / -1112) ebenso wie die kostenfreie Hotline der Bundespolizei (0800 6888000) oder jede andere Polizeidienststelle in Schwerin oder andernorts entgegen.

Redaktion

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