Geburten sinken, Sterbefälle steigen:
Schwerin verzeichnet deutliches Geburtendefizit
2024 wurden in Schwerin mehr Menschen beurkundet, die gestorben sind, als Kinder geboren.

Von der Geburt bis zum letzten Abschied – im Schweriner Standesamt werden die großen Wendepunkte des Lebens festgehalten. Die aktuelle Jahresstatistik zeigt: 2024 kamen in Schwerin 1.112 Kinder zur Welt, 28 weniger als im Vorjahr. Während die Geburtenzahlen leicht zurückgingen, stieg die Zahl der Sterbefälle auf 2.314 – ein Plus von acht Prozent. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Jahre: Schwerin verzeichnet deutlich mehr Todesfälle als Geburten.
Mehr Jungen geboren – beliebteste Namen folgen dem Bundestrend
Rund 52 Prozent der Neugeborenen waren Jungen, 48 Prozent Mädchen. Besonders geburtenstark waren der Januar sowie die Sommermonate Juli und August. Bei den Namen führten Emilia, Ella und Charlotte die Liste der Mädchen an, während Noah, Leon und Oskar bei den Jungen vorne lagen. Auch bei den Zweitnamen zeigen sich Parallelen zum bundesweiten Bild: Sophie, Marie und Maria bei den Mädchen, Alexander, Elias und Kurt bei den Jungen.
Hochzeitsboom im Stadthaus – besondere Daten beliebt
452 Paare gaben sich 2024 in Schwerin das Ja-Wort, 26 mehr als im Vorjahr. Neben dem Stadthaus und dem Rathaus waren auch besondere Orte wie das Schloss, die Schleifmühle oder das Planetarium gefragt. Wer an einem auffälligen Datum wie dem 26.06.2026 heiraten möchte, sollte früh buchen – die Terminvergabe ist bereits geöffnet. Auch das seit November geltende Selbstbestimmungsgesetz hinterließ Spuren: 24 Personen änderten 2024 ihren Geschlechtseintrag, in einem Fall wurde dieser komplett gestrichen.



