Schwerin: „Wildes Land II – MV am Tag X“

Auf "Wildes Land - Der Große Dreesch" folgt in Kürze "Wildes Land II - MV am Tag X". Am 3. November findet in Schwerin die Premiere statt.

Das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin. | Foto: Silke Winkler

Keine Frage. Das Stück „Wildes Land – Der große Dreesch. Eine Stadtteilrecherche von Helge Schmidt und Ensemble“ war wohl eine der ebenso erfolgreichsten wie außergewöhnlichsten Produktionen des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin in der vergangenen Spielzeit. Sowohl Schauspieler wie auch Publikum erinnern sich noch gern an die Aufführungen direkt vor Ort – inmitten der Platte – zurück.

FAUST-Preisträger und Regisseur Helge Schmidt ging dabei gemeinsam mit dem Schauspiel-Team direkt in das einstige DDR-Vorzeigeviertel „Großer Dreesch“. Dort, heute ein Ort, der vor allem für Segregationsprobleme und einen hohen Migrantenanteil bekannt ist, suchten sie direkt vor Ort „in der Platte“ nach Geschichten der Bewohner. Das Resultat gab dabei der Idee Recht. Denn sowohl in der Kritik als auch beim Publikum entstand ein hochgelobter Theaterabend. Ein Abend über erlebbare Veränderungen eines der charakteristischsten Quartiere Mecklenburgs im Verlauf der letzten 50 Jahre.

 

„Wildes Land II – MV am Tag X“
Eine Land-Recherche von Helge Schmidt und Ensemble
Uraufführung | Premiere: 03. November 2020 | 19:30 Uhr
Mecklenburgisches Staatstheater in Schwerin
„Großes Haus / Werkraum“

 

Dieses Werk sollte keine Eintagsfliege bleiben. Daher machten sich Helge Schmidt und sein Ensemble erneut auf. „Wildes Land“ sollte nun in einem ganz neuen Fokus fortbestehen: „Das Meer steigt, die Pandemie grassiert. Was tun= Was tun, wenn die Ernte ausbleibt, wenn die Flüchtlinge kommen, wenn der Strom ausfällt? Was tun, wenn das System kollabiert?“ Eine Vielzahl komplexer Fragen, die an Komplexität, Aktualität und Dramatik eher gewinnen, beschäftigt die Mehrheitsgesellschaft. Sie sucht nach Antworten. Andernorts im Land aber warten Prepper und Reichsbürger, völkische Biobauern und rechte Esoteriker, radikale Motorradclubs und freie Kameradschaften, identitäre Aktivisten und nationalistische Parteikader darauf, die Macht zu ergreifen. Bis dahin erweisen sich die entleerten ländlichen Räume als optimale Biotope für rechtsextreme Parallelgesellschaften. „Wildes Land II – MV am Tag X“.

 

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