Schwerin: Zugbegleiter angegriffen

Am vergangenen MIttwoch kam es in einer Regionalbahn, die von Schwaan nach Schwerin fuhr, zu einem Angriff auf einen Zugbegleiter.

In einer Regionalbahn Richtung Schwerin wurde ein Zugbegleiter angegriffen. | Foto: Symbolbild

Bundesweit besteht im Einzelhandel und im Nahverkehr die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. In Schwerin ist dies aufgrund des verstärkten Corona-Infektionsgeschehens derzeit auch auf Wochenmärkten und in Einkaufcentern erforderlich. Während an vielen Stellen das Ordnungsamt und gegebenenfalls auch die Polizei die Umsetzung kontrollieren, sind in Nahverkehrs- und Bahnfahrzeugen die Fahrer oder Kontrolleure in der Regel die ersten, die auf die Pflicht hinweisen. Sind sie im unmittelbaren Fahrgastkontakt, tragen auch sie in der Regel einen entsprechenden Schutz.

 

Unbekannter reißt Zugbegleiter MAske vom Gesicht und bespuckt ihn

So war es am vergangenen Mittwoch auch in der Regionalbahn RB 1173 von Schwaan in Richtung Schwerin. Etwa gegen 18:30 Uhr kam es im Zug zu einem tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter des Bahnunternehmens. Während dieser mit der Kontrolle der Fahrkarten beschäftigt war, riss ihm eine derzeit noch unbekannte männliche Person südländischer Erscheinung den Mund-Nase-Schutz vom Gesicht. Danach spuckte er dem Zugbegleiter noch ins Gesicht und beleidigte ihn. Am Bahnhof Bützow musste der Angreifer auf Anweisung des Opfers den Zug verlassen.

 

Polizei sucht Zeugen für Vorfall

Als der Zug den Hauptbahnhof Schwerin erreichte, erfolgte eine Information der vor Ort ansässigen Bundespolizei. Diese leitete ein Strafverfahren gegen den Unbekannten wegen Körperverletzung, Beleidigung und des Erschleichens von Leistungen ein. Einige konkrete Hinweise auf den Täter hat die Polizei durch die Beschreibung des Opfers:

etwa 1,75 m groß | südländische Erscheinung | englische Sprache | dunkle Kleidung | diverse Tätowierungen (z.B. an der Hand – vermutlich eine Krone, ca. 5 x 5 cm

Der Zugbegleiter hat sich im Anschluss direkt zum Arzt begeben und ist vorübergehend nicht im Dienst.

Die Bundespolizei in Schwerin sucht nun nach Zeugen des Vorfalls. Wer konnte den Sachverhalt im oben genannten Zug beobachten bzw. kann Angaben zur Person oder deren Verbleib nach dem Ausstieg in Bützow machen? Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Rostock unter der Telefon (0381-) 2083-1111 oder -1112 entgegen. Darüber hinaus sind jederzeit über die kostenfreie Hotline der Bundespolizei (0800-) 6888000 oder jede andere Polizeidienststelle Angaben möglich.

Redaktion

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