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Umfrage: Schweriner leben gerne in ihrer Stadt

92 Prozent der Schwerinerinnen und Schweriner leben gern in ihrer Stadt und die meisten würden, wenn sie in den nächsten zwei Jahren umziehen, dies auch gern innerhalb der Stadtgrenzen tun.

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  • Veröffentlicht Februar 21, 2018

 

Die Stadt hat­te vor einiger Zeit eine Umfrage über die Zufrieden­heit der Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner mit ihrer Stadt ges­tartet. Trotz mehrma­liger Auf­forderung, blieb die Teil­nahme an der Umfrage mit 2,9 Prozent der Schw­er­iner Haushalte, die teilgenom­men haben, doch eher beschei­den. Das kön­nte aber auch ein Zeichen sein, dass es keine große Unzufrieden­heit der Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner mit ihrer Stadt gibt. Die 1556 aus­gew­erteten Frage­bö­gen liefern ab trotz­dem wichti­gen Infor­ma­tio­nen über die Wohn­wün­sche der Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner. Und erst­mals auch über ihr Sicher­heits­ge­fühl. Es ist die siebte der­ar­tige Umfrage der Stadt seit 1997.

 

Mehrzahl fühlt sich der Stadt verbunden

 

Die Mehrzahl der Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner – etwa 68 Prozent – fühlt sich mit ihrer Stadt „sehr ver­bun­den“. Damit ist die Bindung an Schw­erin gegenüber der let­zten Umfrage vor vier Jahren kon­stant,  erre­icht aber nicht mehr die bish­eri­gen Spitzen­werte aus dem Nach-Buga-Jahr 2010 (72,5 Prozent).  Über­wiegend zufrieden bis sehr zufrieden sind die Befragten auch mit ihrer indi­vidu­ellen Wohn­si­t­u­a­tion. Beson­ders zufrieden sind die Befragten mit der Woh­nungs­größe (Note 1,8), dem öffentlichen Nahverkehr (Note 1,9) und den Einkauf­s­möglichkeit­en in ihrem Stadt­teil (Note 2,0), beson­ders unzufrieden mit dem Park­platzange­bot, das aber in der Bew­er­tungsskala von 1 bis 5 immer­hin auch noch die Note 3 erhielt. Das sind sehr sta­bile Bew­er­tun­gen, an denen sich seit Beginn der Befra­gun­gen kaum etwas geän­dert hat.

 

Trotz der hohen Wohnzufrieden­heit sind  die Umzugs­bere­itschaft und der Wun­sch nach Eigen­tum weit­er­hin hoch. Bei den Umzugszie­len zeigt sich seit 2007 wieder ein Trend ins Umland, der sich 2017 noch ein­mal ver­stärkt hat. Jed­er fün­fte  Haushalt mit Umzugsab­sicht möchte ins Umland ziehen. „Diese Ten­denz kann sich auf die Ein­wohner­en­twick­lung Schw­erins auswirken, deshalb hat für uns die Ausweisung von Bauland für junge Fam­i­lien wei­thin hohe Pri­or­ität. Denn ob die hier geäußerten Wohn­wün­sche tat­säch­lich real­isiert wer­den, hängt entschei­dend vom Woh­nungs- und Immo­bilien­ange­bot in Schw­erin ab“, so Ober­bürg­er­meis­ter Rico Baden­schi­er bei der Vorstel­lung der Umfrage.

 

466 Haushalte oder 31,3 Prozent pla­nen einen Umzug in den näch­sten 2 Jahren, jedoch mit großen Unter­schieden bei den Alters­grup­pen. Die Umzugsnei­gung lässt mit zunehmen­dem Alter nach, nimmt bei den über 64-Jähri­gen aber wieder deut­lich zu.

Bei den Umzugs­grün­den hat sich wenig geän­dert, ganz vorne rang­ieren weit­er­hin die zu kleine Woh­nung und der Wun­sch nach Eigen­tum.  Auch die Wohn­wün­sche sind seit Beginn der Befra­gun­gen weit­ge­hend kon­stant geblieben: Sehr wichtig sind Balkon und Keller, das soziale Umfeld und Erschei­n­ungs­bild des Quartiers, ÖPNV-Ange­bote und Einkauf­s­möglichkeit­en. Eher unwichtig sind Gäste­toi­lette und Aufzug, wobei let­zter­er für die über 64-Jähri­gen „sehr wichtig“ ist.

 

Innenstadt wird favorisiert

 

Wer in der Stadt bleiben will, möchte in erster Lin­ie in der Innen­stadt wohnen. Auch dieser Trend ist über die Jahre kon­stant, doch gibt  es im Rank­ing der Stadt­teile Ver­schiebun­gen.

In Neumüh­le, Friedrichsthal/Warnitz und Görries/Wüstmark/Göhrener Tan­nen gab es keinen Teil­nehmenden, der den Stadt­teil für keine gute Wohnge­gend hielt. Abge­fall­en in der Bew­er­tung ist Neu Zip­pen­dorf. Der Stadt­teil hat sich hin­ter Kreb­s­för­den, aber noch vor Lankow, dem Großen Dreesch und dem Mueßer Holz ein­gerei­ht. 

 

Sicherheitslage als verschlechtert empfunden 

 

Erst­mals stellte die Stadt in ihrer Umfrage auch Fra­gen zum Sicher­heits­ge­fühl der Bürg­erin­nen und Bürg­er. Zwar äußerten die Befragten, dass sich die Sicher­heit­slage in den ver­gan­genen 12 Monat­en ger­ingfügig ver­schlechtert habe, während sie ins­ge­samt als gut bis befriedi­gend bew­ertet wurde. Es gibt allerd­ings starke neg­a­tive Abwe­ichun­gen: Beson­ders unsich­er fühlen sich die Bewohner­in­nen und Bewohn­er im Mueßer Holz, in Neu Zip­pen­dorf und dem Großen Dreesch. Sie sind eben­falls der Auf­fas­sung, dass sich die Sicher­heit­slage im Stadt­teil in den let­zten 12 Monat­en ver­schlechtert hat, wenn auch nur leicht. Auch viele andere Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner sehen diese Stadt­teile als unsichere Orte. Als ähn­lich unsich­er wird nur noch der Marien­platz emp­fun­den.

Die Frage nach den unsicheren Orten war eine offene Frage, bei der frei geant­wortet wer­den kon­nte. Viele Teil­nehmende nan­nten konkrete Orte, andere gaben nur all­ge­meine Hin­weise wie „Nachts“ oder „Dreesch“. 29 Prozent  der Teil­nehmenden nan­nten gar keine Orte und fühlen sich über­all sich­er.