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Neue Technik, höhere Preise:
Was sich im Schweriner Nahverkehr jetzt alles ändert

Der Nahverkehr Schwerin erhöht die Preise und testet ein digitales Bezahlsystem, Bargeld und Papierfahrscheine könnten bald der Vergangenheit angehören.

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  • Veröffentlicht Juli 30, 2025
Nahverkehr Schwerin
Foto: © Ste­fan Rochow

 

Der Nahverkehr Schw­erin (NVS) will mod­ern­er und dig­i­taler wer­den: Ab 2026 sollen Fahrgäste voll­ständig bargeld­los und ohne Papier­fahrschein unter­wegs sein. Gle­ichzeit­ig plant der NVS eine Preis­er­höhung von rund sechs Prozent. Das Einzeltick­et soll dann 2,70 Euro kosten.

Neues System IDA soll Fahrscheine ersetzen

Bere­its jet­zt läuft ein Prax­is­test des neuen Bezahlsys­tems „IDA“ in der Hälfte der Straßen­bah­nen. Kundin­nen und Kun­den kön­nen Tick­ets kon­tak­t­los mit Karte oder Smart­phone kaufen. Die Fahrscheine wer­den dig­i­tal im Sys­tem hin­ter­legt und bei Kon­trollen über das genutzte Zahlungsmit­tel ver­i­fiziert. Als Anreiz ist das Dig­i­taltick­et während der Test­phase deut­lich gün­stiger: Der Einzelfahrschein kostet 2,00 statt 2,50 Euro, das Tage­stick­et nur 4,00 Euro.

Wenn sich das Sys­tem bewährt, sollen alle Busse und Bah­nen in Schw­erin damit aus­ges­tat­tet wer­den. Ziel ist ein soge­nan­ntes „Fair Pay“-Modell, das automa­tisch erken­nt, ob ein Kunde mit mehreren Einzelfahrten gün­stiger mit ein­er Monatskarte fahren würde. Beson­ders ange­sprochen wer­den sollen Gele­gen­heits­fahrer und Touris­ten. Für Skep­tik­er ist eine auflad­bare Pre­paid-Karte geplant, um auch ohne Smart­phone oder Onlinebank­ing kon­tak­t­los zahlen zu kön­nen.

Laut NVS-Geschäfts­führer Thomas Schlüter spart das Sys­tem langfristig Wartungskosten für Auto­mat­en und bringe Schw­erin auf Augen­höhe mit inter­na­tionalen Stan­dards im Nahverkehr. Kri­tik­er äußern jedoch Bedenken, ins­beson­dere ältere Men­schen wün­schen sich weit­er­hin klas­sis­che Papiertick­ets.