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Dach bleibt offen:
Schweriner Radsportzentrum öffnet im Oktober teilweise

Noch fehlt das Dach der eigentlichen Radsporthalle. Trotzdem beginnt im Oktober die Teilöffnung des Schweriner Radsportzentrums – zunächst mit Büros, Nebenräumen und Parkplätzen.

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  • Veröffentlicht September 3, 2026
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Das Schw­er­iner Rad­sportzen­trum ist weit­er­hin Baustelle – erste Bere­iche sollen im Okto­ber öff­nen. Foto: Ste­fan Rochow

 


In Kürze:

  • Das Schw­er­iner Rad­sportzen­trum soll im Okto­ber erst­mals teil­weise in Betrieb gehen.
  • Genutzt wer­den zunächst rund 900 Quadrat­meter mit Büros, Lager‑, Umk­lei­de- und San­itär­räu­men sowie Park­plätze.
  • Die eigentliche Rad­sporthalle bleibt Baustelle, weil das Stahltrag­w­erk fehlt und die Neu­ver­gabe noch nicht abgeschlossen ist.

 

Das Schw­er­iner Rad­sportzen­trum am Lam­brechts­grund wird im Okto­ber erst­mals teil­weise genutzt. Obwohl das zen­trale Hal­len­dach weit­er­hin fehlt und die Fer­tig­stel­lung des Gesamt­pro­jek­ts offen ist, sollen die bere­its weit­ge­hend aus­ge­baut­en Bere­iche im Erdgeschoss in Betrieb gehen. Pro­jek­tleit­er Wieland Schaible von der Lam­brechts­grund Betrieb­s­ge­sellschaft kündigte gegenüber der „Ost­see-Zeitung“ die Teilöff­nung für Okto­ber an.

Konkret geht es um rund 900 Quadrat­meter im Erdgeschoss. Dort entste­hen Büros und Arbeit­sräume für den Schw­er­iner Olympiastützpunkt sowie Lager­flächen, unter anderem für Fahrräder. Hinzu kom­men Umk­lei­den und Duschen. Auch die Flächen für Park­plätze unter der bere­its errichteten Betonkon­struk­tion wer­den herg­erichtet.

Die Teilöff­nung bedeutet allerd­ings nicht, dass das Rad­sportzen­trum bere­its für seinen eigentlichen Zweck zur Ver­fü­gung ste­ht. Auf der geplanten 250 Meter lan­gen Radrennbahn kann weit­er­hin nicht trainiert wer­den. Dafür fehlt ein wesentlich­er Teil des Gebäudes: die große Stahlkon­struk­tion des Hal­len­daches.

Damit entste­ht ab Okto­ber eine ungewöhn­liche Sit­u­a­tion. Während Beschäftigte und andere Nutzer bere­its in Teile des Neubaus einziehen kön­nen, bleibt die eigentliche Sporthalle Baustelle. Wann dort erst­mals Bah­n­rad­sport möglich sein wird, ist derzeit nicht ver­lässlich abse­hbar.

Was bei der Teilöffnung genutzt werden kann

Die Teilöff­nung konzen­tri­ert sich auf Bere­iche, die weit­ge­hend unab­hängig vom noch fehlen­den Stahltrag­w­erk fer­tiggestellt wer­den kön­nen. Im Büro­trakt laufen derzeit die let­zten Aus­bauar­beit­en. Wände wer­den fer­tiggestellt, Beleuch­tung und Elek­troin­stal­la­tio­nen einge­baut.

Auch die Park­plätze spie­len dabei eine Rolle. Bere­its im April hat­te die Stadt angekündigt, dass die Stellplätze unter dem Rad­sportzen­trum mit Beginn der Hal­len­sai­son im Okto­ber wieder zur Ver­fü­gung ste­hen sollen.

Dadurch kon­nte eine bish­er pro­vi­sorisch als Park­platz genutzte Fläche im Sta­dion Lam­brechts­grund wieder für den Sport vor­bere­it­et wer­den. Dort wurde neuer Rasen ver­legt.

Für das Gesamt­pro­jekt ist die Teilöff­nung den­noch nur ein Zwis­chen­schritt. Der entschei­dende Bauab­schnitt ste­ht weit­er­hin aus.

Schweriner Radsportzentrum wartet auf Stahlbau

Das Trag­w­erk der eigentlichen Rad­sporthalle soll aus ein­er umfan­gre­ichen Stahlkon­struk­tion beste­hen. Rund 1000 Ton­nen Stahl sind dafür vorge­se­hen. Mon­tiert wurde davon bis­lang nichts.

 

So soll das Schw­er­iner Rad­sportzen­trum nach sein­er Fer­tig­stel­lung ausse­hen. Foto: GBP Architek­ten 

 

Im März 2026 hat­te die Lan­deshaupt­stadt den Ver­trag mit dem ursprünglich beauf­tragten Stahlbau­un­ternehmen frist­los gekündigt. Die Stadt begrün­dete den Schritt unter anderem mit angekündigten erhe­blichen Verzögerun­gen und zusät­zlichen Forderun­gen des Unternehmens.

Die Fir­ma wiederum machte Prob­leme in der ursprünglichen Auss­chrei­bung gel­tend. Bere­its gefer­tigte Teile der Kon­struk­tion wur­den nicht in Schw­erin einge­baut.

Anschließend musste die Stadt die Stahlbauar­beit­en neu auss­chreiben. Doch auch dieses Ver­fahren führt bis­lang nicht zu einem neuen Auf­trag.

Einspruch verzögert die Neuvergabe

Nach der vor­liegen­den Berichter­stat­tung gibt es zwar einen erst­platzierten Bieter, ein Ver­trag kon­nte jedoch noch nicht geschlossen wer­den. Ein unter­legen­er Teil­nehmer hat das Ver­gabev­er­fahren bean­standet und eine Nach­prü­fung beantragt.

Damit ist die Neu­ver­gabe zunächst block­iert. Nach Infor­ma­tio­nen der „Ost­see-Zeitung“ soll aus­gerech­net das zuvor von der Stadt gekündigte Unternehmen hin­ter dem Nach­prü­fungsantrag ste­hen. Eine offizielle Bestä­ti­gung dafür liegt bis­lang nicht vor.

 


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Für den weit­eren Zeit­plan ist das entschei­dend. Ursprünglich sollte das Rad­sportzen­trum bere­its im Früh­jahr 2026 fer­tig sein. Später wurde zunächst Dezem­ber 2026 und schließlich Ende 2027 als möglich­er Ter­min genan­nt.

Ob auch der Ter­min Ende 2027 noch gehal­ten wer­den kann, ist angesichts des offe­nen Ver­gabev­er­fahrens derzeit nicht sich­er.

Kosten bleiben ein Thema

Das Rad­sportzen­trum gehört zu den größten aktuellen Sport­baupro­jek­ten der Lan­deshaupt­stadt. Die Finanzierung liegt nach den bish­eri­gen Angaben bei rund 25 Mil­lio­nen Euro. Den größten Anteil übern­immt das Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit etwa 16,5 Mil­lio­nen Euro. Hinzu kom­men knapp vier Mil­lio­nen Euro vom Bund und rund 4,5 Mil­lio­nen Euro von der Stadt.

Bere­its vor dem aktuellen Kon­flikt um den Stahlbau war das Pro­jekt teur­er gewor­den. Anfang 2023 hat­te die Stadt Mehrkosten von 7,7 Mil­lio­nen Euro gegenüber früheren Pla­nun­gen bekan­nt gegeben.

Welche zusät­zlichen Kosten durch die Kündi­gung, die erneute Auss­chrei­bung und die Verzögerun­gen entste­hen kön­nten, ist bis­lang nicht abschließend bez­if­fert. Damit bleibt neben dem Fer­tig­stel­lung­ster­min auch die endgültige finanzielle Belas­tung offen.

Die Teilöff­nung im Okto­ber bringt das Pro­jekt zumin­d­est in einem Punkt voran: Erst­mals kön­nen fer­tiggestellte Bere­iche des Neubaus tat­säch­lich genutzt wer­den. Vom voll­ständi­gen Schw­er­iner Rad­sportzen­trum ist das Pro­jekt den­noch weit ent­fer­nt – denn aus­gerech­net die für den Bah­n­rad­sport entschei­dende Halle bleibt vor­erst Baustelle.